100 000 Jobs bedroht

In den deutschen Werken gibt es hohe Überkapazitäten.
Nach Einschätzung des Branchenexperten Ferdinand Dudenhöffer droht in der deutsche Autoindustrie der Verlust von mehr als 100 000 Arbeitsplätzen durch die Corona-Krise. Die Nachfrage dürfte dieses Jahr um 15 Prozent einbrechen. Nach den Erfahrungen aus der Finanzmarktkrise werde der Aufholprozess mehr als zehn Jahre dauern, schreibt Dudenhöffer, der Professor an der Fachhochschule Gelsenkirchen ist.

In den deutschen Werken gebe es über Nacht Überkapazitäten von 1,3 bis 1,7 Mio. Fahrzeugen. Kurzarbeitergeld helfe nur bedingt, da kein Unternehmen ungenutzte Produktionskapazität jahrelang vorhalte. Daher seien – unter optimistischen Annahmen – 100 000 der 830 000 Arbeitsplätze bei Autobauern und Zulieferern gefährdet. 2019 war die Autoproduktion in Deutschland von 5,1 auf 4,7 Mio. Fahrzeuge gesunken. dpa
© Südwest Presse 30.03.2020 07:45
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