Lesermeinung

Zum Corona-Hotspot Ischgl:

Jetzt wollen hunderte Skifahrer gegen die Verantwortlichen in Ischgl klagen, weil nun feststeht, dass bereits im Februar bekannt war, dass in einer Bar Mitarbeiter infiziert waren. Trotzdem ging die Party weiter. Ich hoffe, dass sich viele dieser Klage anschließen und die Verantwortlichen vor Ort zur Rechenschaft gezogen werden. Das wird sicher schwierig, da der Einfluss der nimmer satten Liftbetreiber und Hoteliers immens ist.

Fest steht, dass auch von Ischgl aus der Virus in hohem Maße in alle Welt getragen wurde. Man hätte durch vorzeitige Maßnahmen viel verhindern können. Ich selbst hatte zum fraglichen Zeitpunkt, Anfang März, ein Hotel in Tirol gebucht. Wegen der damals schon absehbaren Infekt-Ausbreitung in den Skigebieten des Alpenraums habe ich aus Vernunftgründen storniert, obwohl ich die nicht unerheblichen Stornokosten selbst zu tragen habe. Ein vergleichbares vernunftvolles Handeln hätte man durchaus auch von den Initiatoren der Skiausfahrten erwarten können.

© Schwäbische Post 30.03.2020 17:43
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