Kehrtwende um 180 Grad

Zu Neubewertung der Corona-Krise:

So kann man sich täuschen! Noch vor Monatsfrist versuchte der Verfasser dieser Zeilen in seinen Beiträgen die Corona-Pandemie – wenn nicht zu verniedlichen – so doch im Kontext früherer Pandemien entsprechend einzuordnen und zu relativieren. Für diese Fehleinschätzung, die mir berechtigte Kritik einbrachte, will ich mich an dieser Stelle bei der Leserschaft entschuldigen. Deshalb sehe ich mich auch gezwungen, meine bisherige Sicht der Dinge zu revidieren. Die rasante Ausbreitung von Covid-19 stellt uns vor gewaltige Herausforderungen. Viele fragen sich daher, wie die adäquate Antwort auf diese Herausforderung lauten soll.

Erfreulich ist die Tatsache, dass die überwiegende Mehrheit inzwischen den Ernst der Lage begriffen hat. Jedenfalls wäre es fahrlässig, jetzt schon das gesundheitspolitische Maßnahmenpaket sukzessive herunterzufahren, geschweige einen vorzeitigen „Coronexit“ ins Auge zu fassen zugunsten einer Priorisierung staatlich-subsidiärer wirtschaftlicher Hilfsprogramme. Ein positiver Aspekt der Corona-Krise zeigt sich darin, dass quer durch alle gesellschaftlichen Schichten an die Stelle vonEgoismus vermehrt kollektive soziale Verantwortung tritt. Nur weiter so! Wir schaffen das.

© Schwäbische Post 30.03.2020 17:43
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Kommentare

Frieder Kohler

Irrtum gehört zum Leben, keine (Weiter-)Entwicklung ohne Irrtum und die uralte Erkenntnis:"Ich weiß, dass ich nichts weiß". Das Zitat steht bei Platon für die Entwicklung der eigenen Erkenntnis von der Entlarvung des Scheinwissens über das bewusste Nichtwissen hin zur Weisheit als Wissen um das Gute, welches die Tugend in ihrer Einheit konstituiert (aus http://platon-heute.de/vom-nichtwissen.html ).

Deshalb empfehle ich (Sie kennen ja Pro und Contra meiner Beiträge) Peds Ansichten:

"Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben." (André Gide) mit https://peds-ansichten.de/2020/03/coronavirus-rki-drosten-manipulation/

Offener Brief an die Bundeskanzlerin von Prof. Sucharit Bhakdi“ auf YouTube ( 5 Fragen)

Lasttime

Herr Dr. Scheidle,

ja - so geht es in der Politik, in unserer Gesellschaft, bei den Wichtigen unseres Landes. Die wichtigen, gescheiten, alleswissenden, mit wissenschaftlichen Erkenntnissen ausgerüsteten Personen sehen ein: So kann man sich täuschen. Es ist Gang und Gäbe, dass dann eben die Sicht der Dinge revidiert wird, eine 180Grad-Kehrtwendung vonstatten geht und der neue Satz dieser Personen, Ihnen Herr Dr. Scheidle, für die Zukunft heisst:

"Die rasante Ausbreitung von Covis19 stellt uns vor gewaltige Herausforderungen".

Na endlich, auf einmal, wenn auch spät, erkannt. Und schön, angepasst, im Sinne Merkels, geht es weiter und Sie als damaliger Corona-Belächler finden jetzt den Schlußsatz: Wir schaffen das.

Das war ein Statement. Danke!

Lasttime

Frieder Kohler schrieb am 31.03.2020 um 12:01

Irrtum gehört zum Leben, keine (Weiter-)Entwicklung ohne Irrtum und die uralte Erkenntnis:"Ich weiß, dass ich nichts weiß". Das Zitat steht bei Platon für die Entwicklung der eigenen Erkenntnis von der Entlarvung des Scheinwissens über das bewusste Nichtwissen hin zur Weisheit als Wissen um das Gute, welches die Tugend in ihrer Einheit konstituiert (aus http://platon-heute.de/vom-nichtwissen.html ).

Deshalb empfehle ich (Sie kennen ja Pro und Contra meiner Beiträge) Peds Ansichten:

"Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben." (André Gide) mit https://peds-ansichten.de/2020/03/coronavirus-rki-drosten-manipulation/

Offener Brief an die Bundeskanzlerin von Prof. Sucharit Bhakdi“ auf YouTube ( 5 Fragen)

Herr Kohler,

Sie sehen es also positiv. Sie entwickeln sich, durch Ihre Irrtümer weiter, wie es durch Platon auch normal und vorgesehen ist. Scheinwissen, durch angelesene Weisheit und das Wissen um die Tugend hat Ihr Gehirn gelenkt. Jeder gesunde Menschenverstand, besonders der der Virologen, sagte schon lange etwas anderes. Sie haben User für dumm erklärt mit ihrem Scheinwissen, das falsch war, obwohl Fakten schon vorlagen. Sie haben alle Anzeichen dieser Pandemie ins Schöne geredet. Jetzt haben Sie erkannt: Irrtum gehört zum Leben. So kann sich jeder Mensch für seine Fehler entschuldigen, das ist banal. Und -  bis heute, wie jetzt zu lesen, halten Sie sich an dem Satz fest:

"Glaube denen, die die Wahrheit suchen und zweifle an denen, die sie gefunden haben".

Dann gehen Sie weiterhin auf die Suche nach der Wahrheit und zweifeln Sie an der Realität, den Fakten, den Infizierten und den Toten.

Nun denn...

Frieder Kohler

Lasttime schrieb am 31.03.2020 um 14:55

Nun denn...

Sie wollen meine Arbeitsweise nicht erkennen: Soeben sehe ich in Phoenix die Sendung "Wie ein Virus die Welt verändert"! Mein Durst nach Wahrheit müßte Ihnen durch viele in der SchwäPo behandelten Themen bekannt sein und Sie wissen doch, dass ich seit Februar am "Virus" bin. So habe ich auch die Suchmaschinen laufen lassen: https://www.google.de/search?source=hp&ei=fU6DXpS6C5-Hk74P95CHiAU&q=prof.+dr.+sucharit+bhakdi&oq=prof&gs_lcp=CgZwc3ktYWIQARgAMgUIABCDATIFCAAQgwEyAggAMgUIABCDATICCAAyBQgAEIMBMgIIADICCAAyBQgAEIMBMgUIABCDAVCEWliIamC6jgFoAHAAeACAAZ4CiAGABJIBBTMuMC4xmAEAoAEBqgEHZ3dzLXdpeg&sclient=psy-ab und wieder festgestellt, dass die Wirklichkeit (oft) anders ist, als sie erscheint!

Ob es bereits 5 Minuten nach 12 ist, kann ich Ihnen nicht beantworten: Sie wissen es doch!

In my humble opinion

Frieder Kohler schrieb am 31.03.2020 um 16:39

... Mein Durst nach Wahrheit ...

Dann werden Sie wohl weiterhin durstig bleiben, denn die große Frage 'Was ist Wahrheit?' hat noch niemand beantworten können, versucht hat es Hermann Hesse in 'Siddharta'.

Frieder Kohler

In my humble opinion schrieb am 01.04.2020 um 16:22

Dann werden Sie wohl weiterhin durstig bleiben, denn die große Frage 'Was ist Wahrheit?' hat noch niemand beantworten können, versucht hat es Hermann Hesse in 'Siddharta'.

Ja, unser Hesse (?) kann hierzu Zeuge sein. Doch er schrieb auch:"Ursachen erkennen, das eben ist Denken, und dadurch allein werden Empfindungen zu Erkenntnissen und gehen nicht verloren, sondern werden wesenhaft und beginnen auszustrahlen." Dazu ein Beispiel zur Berichterstattung des deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehens über das Coronavirus in https://www.deutschlandfunk.de/covid-19-scharfe-kritik-an-ard-und-zdf-wegen.1939.de.html?drn:news_id=1115937 :"Seit Wochen treten immer die gleichen Experten und Politiker auf, die als Krisenmanager präsentiert würden, schreibt Jarren in einem Beitrag für den Fachdienst „epd Medien“. Dadurch inszeniere das Fernsehen zugleich Bedrohung und exekutive Macht – und betreibe „Systemjournalismus“. Vor allem der Norddeutsche Rundfunk falle ihm durch eine „besondere Form der Hofberichterstattung“ auf." Auf mein JA zu Ihrer Frage zu den "Verfolgungsfahrten der Polizei mit Folgen" sind Sie leider nicht eingegangen, der o.a. Aphorismus von Hermann Hesse führt direkt zu Ursache und (Aus-)Wirkung, fallbezogen also zum Grundsatz der Verhältnismäßigkeit (der immer weniger "Strahlkraft" hat).

Lasttime

Frieder Kohler schrieb am 01.04.2020 um 17:56

Ja, unser Hesse (?) kann hierzu Zeuge sein.

Herr Kohler,

Ihr Credo habe ich vernommen. Dies ist meines:

"Ein Krieger des Lichts hütet sich vor Leuten, die glauben, den Weg zu kennen. Diese vertrauen ihrer eigenen Entscheidungsfähigkeit so sehr, daß sie die Ironie nicht bemerken, mit der das Schicksal das Leben eines jeden schreibt: Und sie protestieren immer, wenn das Unausweichliche an die Tür klopft.

Ein Krieger des Lichts hat Träume. Seine Träume führen ihn weiter. Aber er begeht niemals den Fehler, zu glauben, der Weg sei einfach und die Pforte sei breit. Er weiß, das Universum funktioniert wie die Alchimie: Solve et coagula, sagten die Meister. Konzentriere und verströme deine Energien der Situation gemäß.

Es gibt Augenblicke, in denen man handeln muß und es gibt Augenblicke, in denen man hinnehmen muß. Der Krieger weiß das".

Brasilianischer Schriftsteller

Paulo Coelho

In der Corona-Krise war schon zu lange Zeit zu handeln!

Lasttime

Frieder Kohler schrieb am 01.04.2020 um 17:56

Ja, unser Hesse (?) kann hierzu Zeuge sein. Doch er schrieb auch:"Ursachen erkennen, das eben ist Denken, und dadurch allein werden Empfindungen zu Erkenntnissen und gehen nicht verloren, sondern werden wesenhaft und beginnen auszustrahlen." Aphorismus von Hermann Hesse führt direkt zu Ursache und (Aus-)Wirkung, fallbezogen also zum Grundsatz der Verhältnismäßigkeit (der immer weniger "Strahlkraft" hat).

Hallo Herr Kohler,

der Ausgangsthread hieß doch: "Zu Neubewertung der Corona-Krise".

Sie haben erkannt: "Ursachen erkennen, das eben ist denken". Ihre Empfindungen folgten nun nach und Sie sehen, daß diese nicht verloren sind, sondern in Ihnen ausstrahlen?

Das ist nicht Ihr Ernst, Herr Kohler?

Solange wir solche Erkenntnisse, wie die Ihren, zur Bewältigung der Corona-Krise, öffentlich, hier, bekommen zweifle ich an der Redaktion, die so etwas zulässt.

Frieder Kohler

Lasttime schrieb am 02.04.2020 um 15:08

Sie haben erkannt: "Ursachen erkennen, das eben ist denken". Ihre Empfindungen folgten nun nach und Sie sehen, daß diese nicht verloren sind, sondern in Ihnen ausstrahlen?

Das ist nicht Ihr Ernst, Herr Kohler?

Solange wir solche Erkenntnisse, wie die Ihren, zur Bewältigung der Corona-Krise, öffentlich, hier, bekommen zweifle ich an der Redaktion, die so etwas zulässt.

So "nackt" wollte ich Sie nicht sehen, und Ihren Mundschutz haben Sie abgelegt, damit auch Sie Ihren  Zweifel an der Redaktion loswerden. Noch haben Sie eine Chance, Ihr Weltbild (und meine Sicht der Dinge) zu überprüfen. Am 09.04.2020, 21.00 Uhr folgt in 3SAT die Wiederholung der Sondersendung „Scobel – Corona, Ethik und der Mensch“! Gert Scobel sucht zusammen mit seinen Gästen nach Antworten auf existentielle Fragen, die die Corona-Krise an die Menschheit stellt. Hier die Gäste:

Claudia Wiesemann ist Direktorin des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin an der Universitätsmedizin Göttingen und stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Ethikrats.

Markus Gabriel ist Professor für Erkenntnistheorie und Philosophie der Neuzeit an der Universität Bonn und Direktor des Internationalen Zentrums für Philosophie

In einem Schaltgespräch mit in der Sendung: Stefan Brunnhuber – Psychiater, Ökonom, Mitglied des Club of Rome und ärztlicher Direktor der Diakonie-Klinik für Integrative Psychiatrie sowie Professor für Psychologie und Nachhaltigkeit an der Hochschule Mittweida in Sachsen.

Lernen durch Wiederholung: Sie müssen meine Beiträge nicht lesen! Sie wissen ja, Ursachen erkennen und begreifen.... (Gabriel)!

Frieder Kohler

In my humble opinion schrieb am 01.04.2020 um 16:22

Dann werden Sie wohl weiterhin durstig bleiben, denn die große Frage 'Was ist Wahrheit?' hat noch niemand beantworten können, versucht hat es Hermann Hesse in 'Siddharta'.

Einwurf von der Seitenlinie: https://www.youtube.com/watch?v=gSn_YaOYYcY&w=640&h=360

Lasttime

Frieder Kohler schrieb am 03.04.2020 um 12:02

Einwurf von der Seitenlinie: https://www.youtube.com/watch?v=gSn_YaOYYcY&w=640&h=360

Herr Kohler,

danke für die Information an alle Leser. Ihr Video trägt ein Statement eines Arztes vor, der sicher ist, daß viele Patienten nicht am Coronavirus sterben und sich für Obduktionen der Leichname Verstorbener einsetzt um zu beweisen daß sie nicht am Coronavirus gestorben sind, was natürlich abgelehnt wurde. Das heißt: Auch Sie sind der Meinung, daß dies alles Panikmache ist und Menschen, die positiv auf Covid19/einer Lungeninfektion getestet wurden und sterben, vorher beatmet wurden, gar nicht an diesem Virus gestorben sind, sondern eine "ganz normale, andere Erkrankung" hatten? Deshalb sollten aus seiner Sicht alle Leichname obduziert werden, obwohl laut Test Coronavirus positiv war? 

Wer ist nun dieser "Hellseher" und "Besserwisser"? Ein Dr. Bodo Schiffmann aus Sinsheim. Er ist auf Schwindelerkrankungen spezialisiert und arbeitet in der Schwindelambulanz in Sinsheim. Ein ganz normaler Arzt. Der in einem Video als "Ärztlein", jung und ein bißchen unbeholfen seine Sicht der Dinge öffentlich macht. Hat dieser sich nun, aus Ihrer Sicht, zum besten Virologen Deutschlands entwickelt auf den die Bundesregierung hören soll? Ihre Vorschläge sind schon seltsam und für mich nicht ernstzunehmen. Aber: Vielleicht schaffen Sie es ja mit Ihren guten Kontakten, daß die Schwäpo einen 1-seitigen Artikel über die Sichtweise von Dr. Schiffmann veröffentlicht: Um uns Hoffnung zu machen: Kein Corona, alle Schutzmaßnahmen einstellen, normales Leben wieder aufnehmen, alles ist gut. Wie ich nun sehe, gehören Sie zu den Corona-Leugnern! Für mich heißt das: Sie akzeptieren und beachten die geforderten Schutzmaßnahmen nicht und gefährden dadurch andere Menschen.

Sie könnten sich, gemeinsam mit Dr. Schiffmann, an die Bundeskanzlerin direkt wenden, denn: Dieses Wissen würde den Untergang der gesamten Wirtschaft Deutschlands verhindern und würde, evtl. sogar zum Nobelpreis für Dr. Schiffmann führen. Laut Hesse´s "Stufen", also: "Voran".

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