Rätselhafte Baumfällaktion am St. Salvator

Zur Baumfällaktion am Salvator:

Ist das Rätsel inzwischen gelöst und hat sich der Verantwortliche für diese hässlichen Baumfällungen gefunden? Diese Aktion war falsch und noch dazu Ende März illegal: Das Bundesnaturschutzgesetz legt in Paragraf 39, Absatz 5, Satz 2 bundesweit folgendes fest: „Es ist verboten, Bäume, die außerhalb des Waldes, von Kurzumtriebsplantagen oder gärtnerisch genutzten Grundflächen stehen, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen; zulässig sind schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen[.]“ Auch auf weiteren Flächen erlauben sich die „Herren unserer Stadt“ solch illegales Vorgehen: z.B. an der Rechbergstraße, etwa auf Höhe Hochschule der Gestaltung, gegenüberliegende Straßenseite, wurde ein Kahlschlag durchgeführt, sämtliches Gebüsch und kleinere Bäume abrasiert, Nistplätze für Vögel und Lebensraum von Kleingetier vernichtet. Warum? Destruktive Zerstörungswerke ohne Sinn und Zweck? Ungestraft, obwohl gegen das Gesetz? Vor den Augen der ganzen Stadt?


© Schwäbische Post 30.03.2020 21:19
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Hallo Frau Beck,

ich kann sie verstehen, alles ist i.M. möglich. Ich stelle es bei uns auch fest: Überall kreischen die Kreissägen durch städtische Mitarbeiter. Meine Theorie dazu: Zuständig ist das Amt für Umwelt und Grünflächen. Die Mitarbeiter fahren in ihren orangefarbenen Autos und ihren Warnwesten mit den Kreissägen los und bekommen ihre Aufträge. Durch die Corona-Krise (fast alles geschlossen), sind viele Firmen, Betriebe geschlossen oder von Kurzarbeit betroffen. Bei "Beamten" ist es nicht so. Dort gibt es keine Kurzarbeit, keine Auszeit. Sie werden weiter voll bezahlt. Insofern müssen auch die Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes im Außendienst etwas zu tun haben. Dann fallen den Ämtern solche Aktionen ein, damit die Mitarbeiter beschäftigt sind. Traurig.

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