Der Mops in der Antike

  • Ein müder Mops. Foto: © Lyudmila Tetera/Shutterstock.com
Der große Vorteil kleiner Hunde liegt auf der Hand. Wer schon mal versucht hat, sich einen Schäferhund unter den Arm zu klemmen, um noch schnell eine neue Handtasche zu erstehen, weiß das nur zu gut. Diese Tiere bellen einfach zu laut, um als Accessoire in den Geschäften dieser Welt bestehen zu können. Der Chihuahua hingegen japst sich sofort in jedes Shopper-Herz und kann zur Not auch gleich in die neue Tasche gesteckt werden.

Dass kleine Hunde schon bei den alten Römern angesagt waren, wussten wir als Leser von Plinius dem Älteren und von Asterix schon lange. Idefix war sicherlich einer der ersten tragbaren Hunde überall. Seine Reisen durch die bekannte Welt der Antike trat er oft in der Pranke seines Besitzers Obelix an. Sein Name, ein Wortspiel aus dem Begriff fixe Idee, wurde übrigens durch ein Preisausschreiben ermittelt. Er hätte auch Trèpetix (deutsch: „Sehrkleinix“) heißen können.

Passender wäre es vermutlich gewesen, dem Gallier-Hündchen ein „-us“ als Endung zu verpassen und ihn beispielsweise „Minimus“ zu rufen. Denn gerade vor kurzem haben der Archäologe Martinez Sanchez und sein Team von der Universität Granada in der römische Nekropole Llanos del Pretorio bei Cordoba den ältesten römischen Kleinhund der Welt ausgegraben, also sein Skelett. Er war nur wenig größer als zwanzig Zentimeter und hatte eine flache Nase, ein römischer Mops also. Ave! Guido Bohsem
© Südwest Presse 31.03.2020 07:45
359 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.

Anmeldung zum E-Mail-Newsletter aus der Redaktion

Die wichtigsten und interessantesten Meldungen des aktuellen Tages aus der Redaktion direkt in Ihr E-Mail-Postfach – täglich und kostenlos jeden Abend.

Jetzt kostenlos anmelden

Aktuelle Meldungen direkt auf Ihr Handy