„Hallo Ostalb“ hilft Händlern und Gastronomen im Landkreis

Wirtschaft Die Städte Gmünd, Aalen und Ellwangen starten mit der Kreissparkasse, der VR Bank und der Gmünder Tagespost eine Initiative.

  • www.hallo-ostalb.de: Die Plattform „Hallo Ostalb“ der Städte Gmünd, Aalen und Ellwangen unterstützt Handel und Gastronomie im Ostalbkreis, in Krisenzeiten ihre Produkte anzubieten. Doch auch nach der Krise bleibt die Plattform am Markt. Foto: opo

Schwäbisch Gmünd / Aalen

Hallo Ostalb“, so heißt die regionale Online-Plattform, die Händlern, Gastronomen und Dienstleistern hilft, in der Corona-Krise Kontakt zu ihren Kunden zu halten – und Umsätze zu machen.

Die Städte Aalen, Gmünd und Ellwangen, der Aalener Innenstadtverein ACA und der Gmünder Handels- und Gewerbeverein HGV haben mit der Gmünder Tagespost und der Schwäbischen Post unter dem Motto #zukunftschenken diese Plattform auf den Weg gebracht. Unterstützt werden sie dabei von der Kreissparkasse Ostalb und der VR-Bank Ostalb. Diese ermöglichen, dass die Nutzung der Plattform für die Händler und Gastronomen kostenlos ist.

Ziel der Initiatoren ist es, dass Bürger in ihren angestammten Geschäften und Lokalen online Gutscheine kaufen können, um damit den Geschäftsinhabern, den Wirten, den Dienstleistern über die Zeit zu helfen, in der ihre Geschäfte geschlossen sind. Bei den Gutscheinen bleibt es nicht. „Wir freuen uns als Medienhaus, wenn wir die Geschäfte unterstützen können“, sagt Marc Haselbach, verantwortlich fürs Anzeigengeschäft der SDZ. Druck und Medien. „Hallo Ost-alb“ aber könne deutlich mehr werden: eine „digitale Plattform für den regionalen Handel“.

Genau dies ist für Simone Klaus vom Gmünder HGV ein Pluspunkt von „Hallo Ostalb“: dass die Plattform schon da ist und auch nach der Krise bestehen bleiben soll. Der Gmünder HGV hat eine eigene Internetseite, auf der er unter dem Motto „Wir sind für Sie da“ ebenfalls Gutscheine und einen Hol- und Bringservice anbietet. Das läuft gut, sagt Klaus. Immer wieder kämen weitere Händler dazu. Die Plattform „Hallo Ostalb“ legt Klaus Gmünds Händlern ans Herz, weil sie die HGV-Aktion auf die ganze Ostalb ausweitet.

Bürger können ihr Lieblingscafé oder ihr Lieblingsgeschäft unterstützen.

Alexander Groll,
Wirtschaftsförderer

Gmünds Wirtschaftsbeauftragter Alexander Groll sieht zwei Seiten von „Hallo Ostalb“. Die eine: Die Händler können auf der Plattform zeigen, was sie anbieten. Eine Auswahl aus ihren Geschäften also und auch Gutscheine. Die andere Seite: Die Bürger können, insbesondere wenn sie Gutscheine kaufen, aber auch, wenn sie Hol- und Bringangebote nutzen, ihr „Lieblingscafé oder ihr Lieblingsgeschäft unterstützen. Mit den Gutscheinen erzielen Händler und Gastronomen Einnahmen, die ihnen in der Krise helfen. Nach der Krise können Kunden die Gutscheine einlösen.

Dies könnte Händlern und Gastronomen eine Stütze sein. Denn dass die Not bei einigen groß ist, hat Groll in den vergangenen fünf Tagen deutlich erfahren. 130 Kleinbetriebe meldeten sich bei der Hotline „Gmünd hilft seiner Wirtschaft“ im Gmünder Rathaus. Simone Klaus, Carmen Bäuml und Alexander Groll konnten 70 mit einer Beratung helfen. 60 jedoch reichten schnell Anträge ein und hatten am nächsten Tag ein zinsloses Darlehen von 2500 Euro auf dem Konto. Als schnelle Hilfe ohne viel Bürokratie.

Kunden können unter www.hallo-ostalb.de auf der Plattform stöbern. Händler und Gastromen, die auf der Plattform präsent sein wollen, wenden sich an Saskia Kucher, 0179-6113241 oder s.kucher@sdz-medien.de.

© Schwäbische Post 01.04.2020 00:09
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