Ausweg für Mütter in großer Not

Seit der Einführung von Babyklappen sind fast 100 Säuglinge anonym abgegeben worden.
In den Babyklappen im Südwesten sind in den vergangenen fast zwei Jahrzehnten knapp 100 Babys abgelegt worden. Die erste Babyklappe in Baden-Württemberg war im Juli 2001 in Karlsruhe an den Start gegangen, etwa ein Jahr später als die bundesweit erste in Hamburg. In den Jahren danach öffneten im Südwesten sieben weitere Einrichtungen dieser Art – zuletzt 2012 in Friedrichshafen. Finanziert werden sie über Spenden, private Initiativen, kirchliche Einrichtungen oder auch Stiftungen.

In den Babylappen befindet sich ein Wärmebettchen, in das der Säugling gelegt werden kann. Dann wird nach ein bis zwei Minuten ein interner Alarm ausgelöst, damit das Kind schnell herausgenommen und versorgt werden kann.

Neben der Möglichkeit, ihr Kind in der Babyklappe abzugeben, können werdende Mütter anonym in einem Krankenhaus gebären. Da sich dies jedoch in einer rechtlichen Grauzone bewegt, gibt es laut Sozialministerium keine Zahlen dazu. Seit 2014 wurde gesetzlich die Alternative der vertraulichen Geburt verankert: Dabei werden die Daten der Mutter erfasst, bleiben aber geheim. 2018 machten dem Ministerium zufolge zehn Mütter von dieser Möglichkeit Gebrauch. dpa
© Südwest Presse 03.04.2020 07:45
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