Geistliches Wort in der Corona-Krise

Abstand halten und Nähe erleben

Aalen. Einkaufen im Supermarkt: Das gleicht oft einem Tanz miteinander und umeinander. Sich bloß nicht zu nahe zu kommen. Möglichst die Bewegungen der anderen vorahnen, um Abstand halten zu können. Stehenbleiben, ausweichen. Doch manchmal denken wir nicht daran und schlängeln uns eng an einem Fremden vorbei. Danach halte ich meist erschrocken inne. Karwoche, der zweite Tag. Montag. Nach den alten Traditionen wird heute die Geschichte von der Salbung in Bethanien gelesen. Eine Frau, eine Unbekannte, sie kommt wie aus dem Nichts auf Jesus zu und salbt ihn mit wertvollem Öl. Damals ein Skandal, heute möglicherweise Grund für eine Anzeige wegen Grenzüberschreitung. Zu viel Nähe, körperlich! Jesus hat es gern angenommen, wann dürfen wir es wieder erleben? Torsten Krannich, ev. Pfarrer Essingen

© Schwäbische Post 05.04.2020 22:18
206 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.

Anmeldung zum E-Mail-Newsletter aus der Redaktion

Die wichtigsten und interessantesten Meldungen des aktuellen Tages aus der Redaktion direkt in Ihr E-Mail-Postfach – täglich und kostenlos jeden Abend.

Jetzt kostenlos anmelden

Aktuelle Meldungen direkt auf Ihr Handy