Autor Luis Sepúlveda gestorben

Luis Sepúlveda wollte stets für jene sprechen, die kein Gehör finden. „Die besten Romane erzählen die Geschichten von Verlierern“, sagte er einmal in einem Interview der spanischen Zeitung „El País“. „Die Sieger schreiben ihre eigene Geschichte, wir Schriftsteller geben den Vergessenen eine Stimme.“

Der chilenische Autor floh vor den Militärs aus seiner Heimat, kämpfte Seite an Seite mit Guerilleros in Mittelamerika und tauchte tief in die Kultur der indigenen Shuar im Amazonasgebiet ein. Viele Jahre zog er durch die Welt, lebte in Ecuador und Nicaragua, in Deutschland und in Spanien. Jetzt ist er an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Im Alter von 70 Jahren erlag er in einem Krankenhaus im nordspanischen Oviedo in der Region Asturien – seiner Wahlheimat seit Mitte der 1990er Jahre – einem von Covid-19 beschleunigten Multiorganversagen, wie die behandelnden Ärzte sagten. Er war demnach bereits am 29. Februar in das Krankenhaus gebracht worden und lag die meiste Zeit bewusstlos auf der Intensivstation. dpa
© Südwest Presse 17.04.2020 07:45
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