Brief mit Messer an Skudelny

Die FDP-Politikerin wird mit „letzter Warnung“ bedroht, will sich aber nicht einschüchtern lassen.
Wegen massiver Drohungen gegen die FDP-Bundestagsabgeordnete Judith Skudelny ermittelt das baden-württembergische Landeskriminalamt. Vor wenigen Tagen hatte Skudelny, die auch Landesgeneralsekretärin der FDP ist, den zweiten Drohbrief erhalten. Darin lag ein Messer. Sie will sich nicht einschüchtern lassen, teilte sie mit.

„Wir können uns darauf verlassen, dass unser Rechtsstaat und die Demokratie stärker sind als Extremisten“, schrieb Skudelny in einer Mitteilung. Sie fühle sich von dem Schreiben nicht bedroht, aber sie sei wütend, dass sich manche Personen anmaßten, ihre Position durchsetzen zu wollen, indem sie bei anderen Angst erzeugten.

Skudelny ist auch die umweltpolitische Sprecherin ihrer Fraktion. In dem jüngsten Drohbrief heiße es, sie habe „mehr als genug Möglichkeiten, in ihren Gremien einen positiven Einfluss zum Schutz unserer Umwelt und für die Menschen zu wirken“. Der Brief sei „eine letzte Warnung“.

Ende Dezember hatte die FDP-Politikerin einen Drohbrief mit einer Patronenhülse erhalten und deshalb Anzeige erstattet. Die Verfasser bezeichneten sich als „revolutionäre Aktionszellen (RAZ), vereint mit der MIEZE (MIlitantE ZellE)“.

Die Post kam damals vom Briefzentrum Waiblingen (Rems-Murr-Kreis). Deshalb wird vermutet, dass der Täter aus dem Großraum Stuttgart kommen könnte. dpa
© Südwest Presse 17.04.2020 07:45
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