Mordversuch: Urteil verschoben

Das Landgericht Mannheim hat sein Urteil im Fall eines versuchten Mordes aus gekränkter Ehre verschoben. Unmittelbar vor der Verhandlung am Donnerstagmorgen hatte die Verteidigung des 25-jährigen Angeklagten die Vernehmung der Schwester des Opfers verlangt.

Den Anwälten geht es um die Umstände eines Anrufs, den das Opfer, ein 38-Jähriger, erhalten hatte, während er sich zu einer Aussprache mit dem Angeklagten, dem Halbbruder seiner Ex-Freundin, getroffen hatte. Als der 38-Jährige den Anruf annahm, soll ihn der 25-Jährige mit einem Teppichmesser angegriffen haben.

Der Anruf kam vom Neffen des Opfers auf Geheiß der Schwester des Opfers. Der Neffe hatte angegeben, er wollte seinen Onkel warnen. Da die Schwester am Donnerstag nicht befragt werden konnte, wurde sie für Montag geladen.

Der 25-Jährige hat nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft versucht, den 38-Jährigen umzubringen. Der Mann hatte Fotos seiner Ex-Freundin im T-Shirt und ohne Kopftuch an deren Verwandtschaft in Jordanien geschickt. dpa
© Südwest Presse 17.04.2020 07:45
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