DIHK: Firmen rechnen mit Verlusten

Deutsche Unternehmen erwarten im Ausland herbe Umsatzeinbrüche. Das zeigt eine Umfrage.
Die Auswirkungen der Corona-Krise lassen weltweit das Geschäft deutscher Unternehmen im Ausland einbrechen. Nach einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) rechnen 80 Prozent der Firmen mit starken Umsatzverlusten. DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier sprach am Donnerstag in Berlin von erschreckenden Zahlen.

Treier sagte, der DIHK rechne mit einem Minus des deutschen Exports in diesem Jahr von 15 Prozent. Dies sei noch eine optimistische Schätzung. Als besonders schlecht bewerten demnach deutsche Unternehmen ihre Wirtschaftsentwicklung in den USA und in Europa. So erwarten 78 Prozent der Firmen vor Ort in den USA, dass sich die Konjunktur verschlechtert. In der EU rechnen rund drei von vier Unternehmen mit einer schwächeren Wirtschaftsleistung. Insgesamt gibt es laut DIHK weit mehr als 50 000 deutsche Unternehmen mit Sitz im Ausland, sie beschäftigten rund 7,6 Mio. Mitarbeiter.

Treier erwartet aber, dass deutsche Unternehmen vergleichsweise gut durch die Krise kommen könnten. Er nannte als Grund die umfassenden Hilfsprogramme der Bundesregierung etwa mit dem erweiterten Kurzarbeitergeld sowie mit Instrumenten wie staatlichen Exportkreditversicherungen, die es in anderen Ländern in dem Maße nicht gebe. dpa
© Südwest Presse 17.04.2020 07:45
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