Unter Tränen wieder nach Hause

Der chinesische Erstligist FC Wuhan darf nach über dreimonatiger Odyssee in die Heimatstadt zurückkehren.
Die Spieler bekamen Blumensträuße in die Hand gedrückt, mehrere hundert Fans hielten Begrüßungsbanner in die Höhe und stimmten Freudengesänge an. Als das Team des FC Wuhan am späten Samstagabend im Bahnhof der Stadt eintraf, spielten sich emotionale Szenen ab.

Genau 104 Tage waren die Fußballer aus dem Epizentrum der Corona-Pandemie von ihren Angehörigen getrennt, erlebten in Spanien, Deutschland und China eine wahre Odyssee, ehe die lange Reise mit der ersehnten Heimkehr endete. Die Elf-Millionen-Metropole Wuhan, in der das Virus ausgebrochen ist, war seit Januar viele Wochen lang von der Öffentlichkeit abgeriegelt. „Nach mehr als drei Monaten des Herumreisens sind unsere vom Heimweh geplagten Spieler endlich wieder zu Hause“, teilte der Klub auf dem Twitter-ähnlichen Nachrichtendienst Weibo mit. Angeführt wurde der Kader vom spanischen Trainer Jose Gonzalez, der sein Team schon gleich wieder zum Training erwartet.

Noch ist unklar, wie es weitergeht. Zunächst sollte die Super League im Mai wieder beginnen, neuen Berichten zu Folge könnte der Ball in Chinas Topliga nun erst Ende Juni wieder rollen. Allerdings sind auch diese Prognosen vage, zumal China selbst für eine unklare Lage sorgt. dpa
© Südwest Presse 20.04.2020 07:45
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