Börsenparkett

Geduld ist gefragt

Das Ende des Shut-Downs und zunehmend positive Meldungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie machen auch den Börsianern Hoffnung. Der Deutsche Aktienindex hielt sich in der ersten Woche nach Ostern stabil über der Marke von 10 000 Punkten und stieg am Freitag zeitweise auf rund 10 750 Zähler. Das entspricht einem Plus von fast 30 Prozent seit dem Dax-Tiefstand Mitte März.

Markus Reinwand von der Landesbank Hessen-Thüringen geht die Erholung etwas zu schnell. Den Märkten würde eine Konsolidierung gut tun. Die werde auch kommen. Für Ende Juni erwartet Reinwand nur 9500 Dax-Punkte.

Zudem sei in den nächsten Monaten mit hohen Kursschwankungen zu rechnen, sagt Christian Kahler von der DZ Bank. Kosteneinsparungen bei Unternehmen, Entlassungen, Insolvenzen, Liquiditätsengpässe, Dividendenkürzungen oder erhöhte Kreditausfälle. Das alles seien Faktoren, die die Kurse drücken könnten. Rund 8300 Punkte im Dax blieben daher ein realistisches Szenario. Andererseits ist Kahler überzeugt, dass der Kauf von Aktien in den kommenden Quartalen langfristig sehr gute Anlageergebnisse bringen werde.

Treiber der Kurse bleiben die niedrigen Zinsen, meint Daniel Schär von der Weberbank. Die vielen neuen Schulden zementierten das Niedrigzinsumfeld für die nächste Dekade. Dadurch blieben Sachanlagen wie Aktien, Immobilien und Gold interessant. Rolf Obertreis
© Südwest Presse 20.04.2020 07:45
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