Lesermeinung

Zum Leserbrief von Reinhilde Hahn vom 16. April:

Der Leserbrief von Frau Hahn aus Aalen bezüglich Fremdwörter hat mich an meine Jugendzeit erinnert. Damals im Jahre 1952 war ich im damaligen Landkreis Hannover ansässig. In der 4. Klasse [...] sollten wir einen Aufsatz über Ferienerlebnisse schreiben. [...]

Angeblich (denn wer war seinerzeit schon auf Ferienreise?) war ich [...] bei meinem Onkel, damals wohnhaft in Bremen, sogar nahe der Weser. Ich erfand, dass ich mit meinem Vetter [...] mit einem kleinen Nachen auf der Weser unterwegs war, abgetrieben in Richtung Weserwehr. [...] Wir kamen in „Seenot“ und Leute vom Ufer beobachteten dieses. Daraufhin begann erfundener Weise eine Rettungsauktion statt -aktion. Das war der Aufhänger für den Lehrer, um über die Verwendung von Fremdwörtern zu schimpfen und eine Verwendung von Wörtern der deutschen Sprache zu fordern. Diese Standpauke hat mich damals als Zehnjähriger so sehr beeindruckt, dass ich sie bis heute nicht vergessen habe und mich möglichst daran halte. Ich bin mir heute nicht mehr sicher, ob das „u“ bei Auktion nicht ein Flüchtigkeitsfehler war. Darum volle Zustimmung zur Meinung von Frau Hahn.

© Schwäbische Post 20.04.2020 11:56
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