Corona: kein Maibaum in Oberkochen

Brauch Die Maibaumtradition gibt es mindestens seit dem 16. Jahrhundert. Darum fällt sie in diesem Jahr aus.

Oberkochen. Wie alt die Maibaumtradition ist, darüber scheiden sich die Geister. Als gesichert gilt aber, dass seit dem 16. Jahrhundert die heutige Form des Maibaums, ein hoher Stamm mit grüner Spitze und Kranz, benutzt und seit dem 19. Jahrhundert sogenannte Ortsmaibäume als Ausdruck des Selbstbewusstseins der Gemeinden aufgestellt wurden – in diesem Jahr kann die Tradition nicht wie gewohnt fortgeführt werden.

Keine Hocketsen

Aufgrund des derzeit geltenden Kontaktverbots gemäß der Corona-Verordnung des Landes können die Maibäume nicht vorbereitet werden. Auch die Maibaumfeste und Hocketsen werden nach jetzigem Stand nicht möglich sein. Deshalb haben sich die Oberbürgermeister, die Bürgermeister im Ostalbkreis mit Landrat Klaus Pavel darauf verständigt, die Maibaumtradition in diesem Jahr ausfallen zu lassen. „Wir haben diese Entscheidung schweren Herzens, aber einvernehmlich getroffen!“, so der Landrat auch im Namen der Städte und Gemeinden.

© Schwäbische Post 20.04.2020 21:42
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