Länder nehmen Bund in die Pflicht

Die Kulturminister fordern mehr Einsatz für die Kulturszene. Berlin antwortet mit einem konkreten Vorschlag.
  • Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU). Foto: Christoph Soeder/dpa
Die Kulturminister der Länder wollen vom Bund mehr Einsatz für die Kulturszene. „Es bedarf weiterer gemeinsamer Anstrengungen, um eine drohende Verarmung der Kunst- und Kulturlandschaft nach der Corona-Krise zu verhindern“, heißt es in einem Schreiben der Ministerrunde an Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) sowie die Minister für Finanzen und Wirtschaft, Olaf Scholz (SPD) und Peter Altmaier (CDU).

In Abstimmung mit den Ländern solle ein umfassendes Programm der Bundeshilfen für den Kulturbereich auf den Weg gebracht werden, fordert der bayerische Kulturminister Bernd Sibler (CSU) als Vorsitzender der Kulturministerkonferenz im Auftrag seiner Amtskollegen. Dazu gebe es von Verbänden verschiedener Sparten konkrete Vorschläge. Die Länder wollten „an der Bewältigung der für die gesamte öffentliche Hand schwierigen Situation mitwirken“.

Kurzarbeitergeld für Künstler?

Grütters sagte am Donnerstag, dass sich die Politik speziell um die von der Corona-Krise besonders hart getroffenen freischaffenden Künstler kümmern müsse. „Da geht es um Ausfallhonorare, weil sie fast ausschließlich von ihren Gagen und Honoraren leben“, so die Ministerin im „Deutschlandfunk“. Sie rede derzeit mit den Bundesländern über die Möglichkeit, auf schon beschlossene Gagen und Engagements einen Abschlag mindestens in der Höhe des Kurzarbeitergeldes zu zahlen. dpa/kna
© Südwest Presse 24.04.2020 07:45
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