Kommentar Dorothee Torebko zu den Problemen der Verkehrsunternehmen

Chance nutzen

  • Dorothee Torebko Foto: privat
Busse und Bahnen transportieren Kinder zur Schule, bringen Senioren ohne eigenes Auto zum Supermarkt und Pendler zur Arbeit: Auf den ÖPNV verlassen sich Millionen Menschen täglich. Wenn der öffentliche Nahverkehr schrumpft, sind nach überstandener Corona-Pandemie viele Menschen – gerade in ländlichen Regionen – vom öffentlichen Leben abgeschnitten. Denn sind Bus- und Bahnlinien erst einmal eingestellt, werden sie nicht so schnell wiederbelebt. Für die Verkehrsunternehmen ist das eine Katastrophe, doch die Krise könnte auch eine Chance für die Mobilität in Deutschland sein – und damit auch für die Unternehmen.

Im ländlichen Raum wie in den Städten ergibt sich die Chance auf einen Neustart. Kommunen können sich überlegen: Welche Buslinie, die dreimal pro Tag fährt, ist wirklich nötig? Kann sie nicht ersetzt werden durch einen Shuttle-Service, der auf Abruf fährt? Kann an der Bahnstrecke ein zusätzlicher Halt installiert werden, der die Straße entlastet? Die Städte haben die Option auszuloten, wie der Platz anders aufgeteilt werden kann. Dieser Tage sieht man temporäre Pop-up-Radwege entstehen. Könnten diese nicht von Dauer sein? Einige Veränderungen werden schmerzhaft sein und Arbeitsplätze kosten. Doch es könnten auch Neues entstehen auf der Grundlage einer veränderten Mobilität.
© Südwest Presse 24.04.2020 07:45
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