Zielke: Ausfälle sind unvermeidlich

Der Präsident des Verbandes sieht Institute gut aufgestellt. Er warnt: In der Krise wird nicht jedes Darlehen bedient.
Die deutschen Banken sind nach Überzeugung des neuen Präsidenten des Bundesverbandes Deutscher Banken, Martin Zielke, für die Corona-Pandemie und ihre Folgen gut gewappnet: „Wir sind liquide und gut kapitalisiert. Und wir sind fest entschlossen, unseren Kunden aus dieser schwierigen Situation herauszuhelfen. Banken werden zur Lösung der Krise gebraucht.“ Der 57-Jährige betont aber auch, dass die Geldhäuser nicht jeden Kreditwunsch erfüllen könnten. Auch in der jetzigen Phase müsse jeder einzelne Antrag auf einen Corona-Kredit der Förderbank KfW sorgfältig geprüft werden. „Das schreiben die Regularien der KfW vor. Aber glauben Sie mir, wir versuchen sehr vieles möglich zu machen. Wir vergeben jeden Kredit, den wir vergeben können.“ Zielke zufolge haben die privaten Banken bis 20. April rund 14 000 Kredite im Gesamtvolumen von 3,5 Mrd. EUR ausgereicht.

Für den Bankenpräsidenten ist aber auch klar, dass es zu Kreditausfällen kommen wird. „Diese Krise wird wirtschaftliche Spuren hinterlassen und zu vielen Kreditausfällen führen.“ Auch die Wertminderung ausstehender Darlehen sei unausweichlich und werde Spuren in den Bankbilanzen hinterlassen. Jetzt aber schon Aussagen über die Höhe der Kreditausfälle zu treffen, sei zu früh, sagte Zielke. Rolf Obertreis
© Südwest Presse 24.04.2020 07:45
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