DGB mit Kritik an Kurzarbeit-Regelung

  • Archivfoto: opo

Aalen. Der Koalitionsausschuss hat sich auf eine Aufstockung des Kurzarbeitergelds geeinigt. Diejenigen, die derzeit um mindestens 50 Prozent weniger arbeiten, erhalten somit ab dem vierten Monat des Bezugs 70 Prozent, beziehungsweise 77 Prozent für Haushalte mit Kindern, und ab dem siebten Monat des Bezuges 80 Prozent, beziehungsweise 87 Prozent für Haushalte mit Kindern. Die Aufstockungsregelung ist befristet bis 31. Dezember 2020.

Josef Mischko, amtierender DGB-Ostalb-Vorsitzender begrüßt im Grundsatz die neue Regelung, sieht sie jedoch an manchen Punkten auch kritisch: „Die beschlossenen Aufstockungen des Kurzarbeitergelds gelten leider nicht vom ersten Monat des Bezugs an, das ist für viele Betroffene höchstproblematisch. Als „inakzeptabel“ bezeichnet Mischko die getroffene Vereinbarung, dass die geforderten Aufstockungen in Höhe von mindestens 80 Prozent erst nach 7 Monaten eintritt. Die Aufstockung in Höhe von mindestens 80% hätte laut Mischko in dieser Ausnahmesituation direkt erfolgen müssen. Besonders bedauerlich sei außerdem, dass es auch weiterhin keine Diskussion über Beschäftigte, die ihre Kinder betreuen müssen, geführt wird. So gäbe es keine neuen Regelungen bei Arbeitsausfall wegen Kinderbetreuung.

© Schwäbische Post 24.04.2020 14:30
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