Lesermeinung

Zur Corona-Krise:

Ein Dankeschön an den Redakteur, der in der Rubrik ‘“Die Zahl des Tages‘‘ am 23. April von „im Zusammenhang mit dem Virus gestorben“ berichtet und nicht wie andere jeden mit Corona gestorbenen zu einem Corona-Toten macht – ob nun bewusst oder nicht. So vergeht nun Woche um Woche und man wird gefüttert und verängstigt mit Zahlen, Statistiken und Schlagzeilen. Wie diese Zahlen erfasst werden, wird häufig weggelassen – hierdurch könnten aber Panik und Einschränkungen vermieden werden. Dazu ein Paar Gedanken: Wurden die Tests, auf denen die Zahlen basieren, nur an Betroffenen und ihrem Umfeld durchgeführt oder gab es repräsentative Stichproben? Sind die „Corona-Toten“ nun an oder mit dem Virus gestorben? Welchen Anteil hatte der Virus neben anderen Vorerkrankungen am Tod des Betroffenen?
Ich kann mich nicht erinnern dass wegen den 25 000 Influenza-Toten im Winter 2017/18 ein solcher Trubel gemacht wurde. Wäre vermutlich damals mit solch einem Ehrgeiz getestet worden, wäre sicher noch der ein oder andere dazugekommen. Gespannt wäre ich auch auf die Statistik zu den an Folgen des Corona-Shutdowns Gestobenen – allerdings wird diese Zahl vermutlich nie das Licht der Welt erblicken.

Ein Lichtblick dazu ist auch der Essay von Antje Berg am 21. April, in dem einige wichtige Fragen gestellt werden. Ich hoffe diese konnten dem ein oder anderen die Angst etwas nehmen. Langsam macht es den Anschein, dass nicht der Corona-Virus ein pandemisches Ausmaß hat, sondern das was aus ihm gemacht wird.

© Schwäbische Post 24.04.2020 19:38
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.

Anmeldung zum E-Mail-Newsletter aus der Redaktion

Die wichtigsten und interessantesten Meldungen des aktuellen Tages aus der Redaktion direkt in Ihr E-Mail-Postfach – täglich und kostenlos jeden Abend.

Jetzt kostenlos anmelden

Aktuelle Meldungen direkt auf Ihr Handy