Masken als Must-have

Nase-Mund-Schutz ist im ÖPNV und beim Einkaufen Pflicht. Man kann damit auch gut aussehen, sagen Designer. Eine Typologie der neuen Gesichtsbedeckung.
  • Sechs verschiedene Masken, für jeden Stil etwas dabei. Foto: -Fotos: -/dpa
Ob in Bussen und Bahnen oder beim Einkaufen: In ganz Deutschland werden Masken getragen. Wird der Nase-Mund-Schutz zum Sommertrend des Jahres? Wohl eher zum Must-have. Die Auswahl ist groß – eine Typologie:

Der klassische Nase-Mund-Schutz aus beispielsweise der Apotheke: Schlicht und in hellen Farben sind diese Masken eher unauffällig, aber trotzdem absolut straßentauglich, sagt die Designerin Marina Hoermanseder. „So eine Maske mit Jeans und weißem T-Shirt sieht tadellos aus.“ Auch der Modedesigner Guido Maria Kretschmer sieht Vorteile: „Dass man sofort sieht, wenn sie verschmutzt ist, dann muss sie sofort in die Wäsche gehen.“ Diese Masken hätten aber gleichzeitig auch immer etwas von „Krankenhaus“, findet er.

Die Selbst-Genähte: Im Internet kursieren zahlreiche Anleitungen für das Basteln und Nähen von Masken, der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. In mehreren Online-Shops lassen sich zudem individuelle Masken designen und bestellen.

Für Fußball-Fans: Eine Schutzmaske in Vereinsfarben oder gar mit Wappen? Für viele Fans ist das möglich, denn auch zahlreiche Fußballvereine und andere Sportclubs sind in die Maskenproduktion eingestiegen.

Die Statement-Maske: Auch mit Slogans wie „FCK Corona“ versehene Nase-Mund-Masken sind mittlerweile zu haben – und die Träger können Statements setzen oder Botschaften statt Keime weitertragen. Kretschmer findet mit großen Prints oder verschiedenen Farben überladene Masken manchmal „zu viel“. „Aber am wichtigsten ist, dass die einzelnen Masken atmungsaktiv sind und ihren Zweck erfüllen.“

Das Designer-Stück: Zahlreiche Designer sind in die Produktion von Masken eingestiegen – und bieten sie in unterschiedlichen Formen, Farben und Muster an. „Es ist doch toll, ein Stück von einem Designer im Schrank zu haben, egal ob ein Kleid, eine Tasche oder eine Maske“, sagt Hoermanseder. Ihr Label hat fünf Farben im Angebot – von schlicht bis auffällig mit Camouflage-Muster. Masken bekommen einen neuen Stellenwert, weil sie Teil des Looks werden, sagt auch Kretschmer, der auch selber Masken designt hat.

Kindermaske: Bei den Kleinen sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt: „Kinder haben die Chance, dass sie eigentlich alles tragen können, was ihnen Freude bereitet“, sagt Kretschmer, von kleinen Zeichnungen über Tier-Applikationen bis hin zu Blümchen. Gerade weil die aktuelle Situation für Kinder oft unverständlich sei, müsse man Kindern irgendwie zeigen, dass das Masken-Tragen Sinn habe. Die Devise: „Darauf achten, dass eine Maske auch ein bisschen Spaß macht und nicht zu medizinisch aussieht.“ dpa
© Südwest Presse 30.04.2020 07:45
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