Maas weckt etwas Hoffnung für die Sommerferien

In den Pfingstferien sind Auslandsreisen noch nicht möglich, die Reisewarnung wird verlängert. Danach sind Abkommen mit einzelnen Ländern denkbar.
  • In Stuttgart hält eine Frau während einer Demonstration von Vertretern von Reisebüros ein Transparent mit der Aufschrift "Rettet die Reisebüros". Foto: Marijan Murat/dpa
Außenminister Heiko Maas (SPD) schließt Vereinbarungen zwischen einzelnen europäischen Ländern zur Ermöglichung eines grenzüberschreitenden Sommerurlaubs nicht aus. Eine gesamteuropäische Lösung sei zwar wünschenswert. „Aber es ist auch nicht auszuschließen, aufgrund der unterschiedlichen Verläufe der Pandemiebekämpfung in den einzelnen Staaten, dass es auch zu Differenzierungen kommen wird“, sagte er in Berlin. Die österreichische Regierung hat Grenzöffnungen zwischen einzelnen EU-Ländern für Sommerurlauber vorgeschlagen. In Österreich sollen die wegen der Corona-Pandemie geschlossen Hotels bereits Ende Mai wieder öffnen.

Das Bundeskabinett hatte die bisher bis zum 3. Mai befristete weltweite Reisewarnung für Touristen bis zum 14. Juni verlängert. Maas sagte zur Begründung, die Entwicklung der Corona-Pandemie sei noch nicht so weit, „dass wir sorgenloses Reisen empfehlen können“. Er hoffe darauf, dass die Reisewarnung nach dem 14. Juni aufgehoben werden könne. „Das kann aber niemand versprechen.“ In der Kabinettsvorlage aus dem Auswärtigen Amt heißt es: „Die Entscheidung über eine Verlängerung der Reisewarnung muss im Zusammenhang gesehen werden mit den EU-Einreisebeschränkungen an den Außengrenzen, Quarantänebestimmungen in Deutschland bei Rückreise sowie den EU-Binnengrenzkontrollen.“ Diese Maßnahmen sollten in ihrer Gültigkeitsdauer aufeinander abgestimmt werden.

Für das Inland dagegen gibt es Hoffnung für die Pfingstferien: Baden-Württemberg will den Tourismus gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen wieder hochfahren. Die Wirtschaftsminister der drei Länder legten einen Drei-Stufen-Plan vor, der allerdings noch mit dem Bund und den anderen Ländern abgestimmt werden muss. Darin ist vorgesehen, dass vom 25. Mai an der Übernachtungstourismus im Inland wieder ohne Restriktionen möglich sein soll. dpa

Themen des Tages Seiten 2 und 3
© Südwest Presse 30.04.2020 07:45
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