Regierung erwartet schwere Rezession

Prognose: Der härteste Einbruch kommt bis zum Sommer.
Die Bundesregierung rechnet wegen der Corona-Pandemie mit der schwersten Rezession der Nachkriegsgeschichte. Das Bruttoinlandsprodukt werde in diesem Jahr um 6,3 Prozent zurückgehen, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) bei Vorlage der Frühjahrsprognose. Der Druck auf dem Arbeitsmarkt werde massiv steigen. Für das kommende Jahr erwartet die Regierung aber „im Zuge des Aufholprozesses“ einen Zuwachs um 5,2 Prozent. Der stärkste Einbruch der Wirtschaftsleistung werde im zweiten Quartals dieses Jahres erwartet, sagte Altmaier. Danach setze die Belebung der wirtschaftlichen Aktivitäten ein.

Allerdings werde die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit in Deutschland erst zu Beginn des Jahres 2022 wieder den Stand aus der Zeit vor der Pandemie erreichen. Die Projektion setze voraus, dass es die wirtschaftliche Aktivität in den kommenden beiden Monaten nach und nach wieder aufgenommen wird und dass es weder national noch international zu einem gravierenden Rückfall in der Pandemie kommt. Die Wirtschaft sei infolge des Virus „gleichzeitig einem massiven Auslands- und Inlandsschock ausgesetzt“, sagte Altmaier.

Auch die US-Wirtschaft steuert wegen der Corona-Krise auf die schwerste Rezession seit 100 Jahren zu. Im ersten Quartal ging die Wirtschaftsleistung um 4,8 Prozent zurück, obwohl sich die Pandemie dort erst im März zugespitzt hatte. afp/dpa
© Südwest Presse 30.04.2020 07:45
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