Gaststätten und Hotels sollen noch im Mai öffnen dürfen

Wirtschaftsminister der Länder empfehlen Lockerung mit Auflagen zu Hygiene und Abstand. Bayern hebt Ausgangssperre an diesem Mittwoch auf.
  • Michael Piazolo (l-r, Freie Wähler), Kultusminister von Bayern, Hubert Aiwanger (Freie Wähler), Wirtschaftsminister von Bayern, Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, Melanie Huml (CSU), Gesundheitsministerin von Bayern, und Carolina Trautner (CSU), Sozialministerin von Bayern, nehmen nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts an einer Pressekonferenz im Prinz-Carl-Palais teil. Foto: Sven Hoppe/dpa
Das Gastgewerbe soll vom 9. bis 22. Mai stufenweise wieder öffnen dürfen, das touristische Gewebe bis Ende Mai. Diese Empfehlung haben die Wirtschaftsminister der Länder in einer Videokonferenz mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) am Abend beschlossen. An diesem Mittwoch beraten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten darüber.

Für die Öffnung verlangen die Wirtschaftsminister Auflagen. Sie betreffen die Hygiene, den Abstand und den Schutz der Beschäftigten.

Schon zuvor hatten mehrere Bundesländer deutliche Lockerungen ihrer Corona-Beschränkungen beschlossen. So hebt Bayern an diesem Mittwoch die bisherigen Ausgangsbeschränkungen auf; gewisse Kontaktbeschränkungen bleiben aber bestehen.

„Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für ein vorsichtiges Öffnen“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Außenbereiche von Gaststätten dürfen am 18. Mai öffnen, Speiselokale am 25. Mai, Hotels am 30. Mai. Überall sollen Hygiene-Schutzkonzepte gelten.

Die Schulen in Bayern sollen bis Pfingsten schrittweise für immer mehr Jahrgänge öffnen: zunächst die Vor-Abschlussklassen und Viertklässler, dann die 5. und 6. Klassen.

In Baden-Württemberg dagegen waren am Dienstag nur einige Lockerungen im Freizeitbereich geplant. Nach der von diesem Mittwoch an wieder zugelassenen Öffnung von Spielplätzen, Zoos und Museen kündigte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) an, nächste Woche „Sport im Freien, bei dem man die Abstandsregeln unproblematisch einhalten kann“, wieder allgemein zu erlauben. Als Beispiele dafür nannte er Golf, Leichtathletik und Tennis.

Kretschmann erklärte, er stehe weitergehenden Lockerungen der Kontaktbeschränkungen skeptisch gegenüber. Zwar seien die Zahlen der Neuinfektionen derzeit erfreulich niedrig. Aber „wenn wir unbedacht vorgehen, können wir damit alles aufs Spiel setzen“. dpa/hab
© Südwest Presse 06.05.2020 07:45
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