„Kauf allein ist keine Schädigung“

Der Konzern widerspricht der ersten Einschätzung des Bundesgerichtshofs in der Dieselaffäre.
Volkswagen sieht Teile der ersten Einschätzung des Bundesgerichtshofs (BGH) zur Dieselaffäre kritisch. Dabei geht es um die Frage, ob bereits der Erwerb von Autos mit dem Skandalmotor EA 189 als konkreter Schaden für Kunden gewertet werden könnte. „Entgegen der vorläufigen Ansicht des BGH sind wir nicht der Ansicht, dass allein der Kauf eines Fahrzeugs schon eine Schädigung darstellt“, teilte ein Sprecher des Konzerns mit.

Die Dieselwagen seien stets nutzbar gewesen. Das Risiko einer Stilllegung habe „zu keiner Zeit bestanden“, sagte der Konzernsprecher. Zustimmung gab es für die Andeutung der Karlsruher Richter, bei betroffenen Kunden müsse zumindest ein Betrag für die Nutzung der Autos verrechnet werden.

Der BGH hat am Dienstag durchblicken lassen, vielen Besitzern eines VW-Diesels könne grundsätzlich Entschädigung zustehen. Die obersten Richter zeigten sich skeptisch zur Darstellung des Autoherstellers, Kunden sei durch die unzulässige Abgastechnik kein Schaden entstanden.

Konkret geht es in dem Verfahren um die Klage des Fahrers eines VW Sharan, der sein Auto zurückgeben und dafür den vollen Kaufpreis wiederbekommen will, weil er sich von VW getäuscht sieht. Ein Urteil gab es noch nicht. dpa
© Südwest Presse 06.05.2020 07:45
243 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.

Anmeldung zum E-Mail-Newsletter aus der Redaktion

Die wichtigsten und interessantesten Meldungen des aktuellen Tages aus der Redaktion direkt in Ihr E-Mail-Postfach – täglich und kostenlos jeden Abend.

Jetzt kostenlos anmelden

Aktuelle Meldungen direkt auf Ihr Handy