Rummenigge attackiert Keller

Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge sucht offen die Konfrontation mit dem DFB-Präsidenten Fritz Keller. „Ich bin irritiert über seine populistische Wortwahl. Vielleicht sollte man sich beim DFB mal einen Besen kaufen, um vor der eigenen Türe zu fegen“, sagte Rummenigge beim Fernsehsender Sky.

Keller hatte in einem Interview zuletzt die „Großkotzigkeit“ neureicher Fußballmillionäre beklagt und mehr Demut eingefordert. Das Herumprotzen sei „eine Katastrophe für das Image des deutschen Fußballs“. Rummenigge konterte: „Wenn wir eine Krise im deutschen Fußball in den vergangenen Jahren hatten, war sie beim DFB zu suchen. Mir fällt da schon vieles ein, was mir in den letzten Jahren nicht gefallen hat.“ Der DFB solle lieber „seine Hausaufgaben“ machen: „Bis heute steht noch nicht fest, wann die Frauen-Bundesliga und die 3. Liga den Spielbetrieb wieder aufnehmen können oder dürfen.“ Protzerei sei eine Ausnahme, nicht die Normalität. Er erinnerte an positive Gegenbeispiele wie die Initiative „We kick Corona“ der Bayern-Spieler von Joshua Kimmich und Leon Goretzka. sid
© Südwest Presse 18.05.2020 07:45
604 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.

Anmeldung zum E-Mail-Newsletter aus der Redaktion

Die wichtigsten und interessantesten Meldungen des aktuellen Tages aus der Redaktion direkt in Ihr E-Mail-Postfach – täglich und kostenlos jeden Abend.

Jetzt kostenlos anmelden

Aktuelle Meldungen direkt auf Ihr Handy