Alte Strukturen erneuern

Kirche Aktionswoche der Maria-2.0-Gruppe auch auf dem Gmünder Münsterplatz. Ziel: eine offene Kirche.

  • Mit Kreide für Gleichberechtigung in der Kirche. Foto: privat

Schwäbisch Gmünd. Die Wochenmarktbesucher staunten am Samstag nicht schlecht: Rund ums Münster stand die Forderung in großen Lettern mit Kreide geschrieben am Boden: „Maria 2. 0 = Gleichberechtigung.“ Die Aktionsgruppe will trotz Corona-Krise kreativ auf ihr Anliegen aufmerksam machen: Frauen sollen in der katholischen Kirche Zugang zu allen Ämtern bekommen, die Missbrauchsfälle müssen aufgearbeitet werden, das Pflichtzölibat aufgehoben und die Machtstrukturen erneuert werden. Im Mai vergangenen Jahres riefen deutschlandweit Katholikinnen mit der Aktion Maria 2.0 zum Kirchenstreik auf. Das Ziel der Aktion: Reformen. Auch in Gmünd demonstrierten etwa 130 Frauen und Männer vor dem Münster. Der deutschlandweite Aufruf zum Kirchenstreik hat viele Menschen bewegt, ihren Hoffnungen und Wünschen nach einer lebendigen, offenen und transparenten Kirche Ausdruck zu verleihen.

© Schwäbische Post 18.05.2020 20:12
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