Gäste sind wichtige Devisenbringer

Noch gelten vielerorts Ausgangssperren. Von Juli an sollen aber wieder Urlauber ins Land kommen. Dafür weist man Corona-freie Zonen aus.
Noch gelten in der Türkei in 15 Provinzen Reiseverbote und Ausgangssperren. Die Strände sind wie ausgestorben, Hotels geschlossen. Bis Juli sollen die Beschränkungen schrittweise aufgehoben werden, kündigte Staatschef Recep Tayyip Erdogan an. Die Türkei habe den Höhepunkt der Epidemie hinter sich, sagt Gesundheitsminister Fahrettin Koca. Damit kann auch die Tourismusbranche wieder Mut fassen. Sie trägt rund zehn Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei, beschäftigt 1,5 Millionen Menschen und war im vergangenen Jahr mit Einnahmen von 34,5 Milliarden Dollar ein wichtiger Devisenbringer.

Nachdem die Urlauberzahlen im März um 68 Prozent gefallen sind, erwartet Tourismusminister Nuri Ersoy eine allmähliche Normalisierung. Bis dahin unterstützt der Staat die notleidende Branche mit Steuerstundungen und Bürgschaften. Zunächst werde sich der Binnentourismus erholen, meint Ersoy. „Ab Mitte Juli erwarten wir auch eine Wiederbelebung des Auslandsgeschäfts.“ Man sei in engem Kontakt mit Großbritannien, Deutschland und Russland, drei der wichtigsten Märkte für die Türkei. Um den Besuchern sichere Ferien zu bieten, arbeitet das Land an einem Zertifizierungsverfahren für „Corona-freie Zonen“. Dazu gehören auch Abstands- und Hygieneregeln für Hotels und Restaurants. Gerd Höhler
© Südwest Presse 19.05.2020 07:45
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