Deutsche Bank

Ohne Hilfen durch die Krise

Deutschlands größtes Geldhaus treibt seinen Umbau voran. 2020 droht jedoch ein weiteres Verlustjahr.
Die Deutsche Bank will ihren Konzernumbau nicht von der Corona-Krise ausbremsen lassen. „Wir müssen als Deutsche Bank profitabler sein als heute, wenn wir in einer europäischen Konsolidierung eine Rolle spielen wollen“, betonte Konzernchef Christian Sewing bei der Online-Hauptversammlung des Dax-Konzerns am Mittwoch. Er sei überzeugt, dass der 2019 eingeleitete Umbau „der beste Weg ist, die Deutsche Bank im internationalen Wettbewerb nachhaltig profitabel aufzustellen“. Nach fünf Verlustjahren in Folge drohen allerdings auch 2020 unter dem Strich rote Zahlen. Eine Prognose für das laufende Jahr gab Sewing jedoch nicht ab.

Deutschlands größtes Geldhaus will bis Ende 2022 konzernweit die Zahl der Vollzeitstellen um weltweit etwa 18 000 auf 74 000 senken. Die wegen der Virus-Pandemie auf Eis gelegten Gespräche zum Stellenabbau werden wieder aufgenommen.

Im Rahmen der Hauptversammlung wurden Ex-SPD-Chef Sigmar Gabriel und Deutsche-Börse-Chef Theodor Weimer in den Aufsichtsrat gewählt. Für die Aktionäre wird es wie bereits für das vergangene Jahr auch für 2020 keine Dividende geben, stellte der Vorstandschef klar. Andererseits sind für ihn mögliche Staatshilfen kein Thema. „Die Frage nach einem potentiellen Einstieg stellt sich nicht.“ Auch eine Kapitalerhöhung sei nicht geplant. Die Bank verfüge derzeit über liquide Mittel in Höhe von 205 Mrd. EUR. otr
© Südwest Presse 22.05.2020 07:45
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