Kommentar Carsten Muth über den VfB Stuttgart in der Krise

Aufstieg in Gefahr

  • über die Krise beim VfB Stuttgart Carsten Muth Foto: Volkmar Könneke
Zweites Spiel, zweite Niederlage nach dem Re-Start: Zweitligist VfB Stuttgart bleibt hinter den Erwartungen zurück. Der Klub mit dem teuersten Kader der Liga befindet sich auf dem besten Weg, sein großes Ziel zu verspielen. Tatsächlich gerät die direkte Rückkehr ins Fußball-Oberhaus immer mehr in Gefahr. Auch deshalb, weil die Stuttgarter beim 2:3 in Kiel einmal mehr den Beweis schuldig blieben, ein Spitzenteam zu sein. Für einen Klub mit solch hohen Ansprüchen ist der VfB nach wie vor schlicht zu konteranfällig. Das Team leistet sich zudem zu viele individuelle Fehler, lädt den Gegner zum Toreschießen ein. Und wenn selbst, wie in Kiel geschehen, Routiniers wie „Gelb-Rot-Sünder“ Daniel Didavi ihre Nerven nicht im Griff haben, lässt dies tief blicken.

Spitzenreiter Arminia Bielefeld darf man angesichts seines komfortablen Vorsprungs fast schon zum Aufstieg gratulieren. Und der VfB? So groß die Enttäuschung nach der Pleite in Kiel auch sein mag: Noch ist nichts verloren. Platz zwei, der zum direkten Aufstieg berechtigt, ist drin. Ausreden gibt es für das Team Trainer Pellegrino Matarazzo jedoch keine mehr. Es sind schließlich nur noch sieben Spiele – und am Donnerstag ist der Tabellenzweite Hamburger SV zu Gast. Ein Dreier in diesem Top-Spiel, und schon ist Stuttgart wieder auf Kurs.

Dafür müsste der VfB mal wieder ein Spiel gewinnen. Es wird höchste Zeit.
© Südwest Presse 25.05.2020 07:45
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