Kanzleramt: Corona-Regeln noch bis Juli

Bund setzt weiter auf Vorgaben. Nach Thüringen schert auch Sachsen aus.
Bei der Bekämpfung des Coronavirus will die Bundesregierung weiterhin an verbindlichen Vorgaben festhalten. Das Bundeskanzleramt will die Corona-Kontaktbeschränkungen bis zum 5. Juli verlängern, dabei aber leichte Lockerungen ermöglichen. Das geht aus einer Beschlussvorlage hervor.

Das Kanzleramt geht damit auf Distanz zu raschen Lockerungen, wie sie etwa in Thüringen und Sachsen geplant sind. Menschen sollen „weiter grundsätzlich einen Mindestabstand von eineinhalb Metern einhalten“. Zudem solle die „Maskenpflicht in bestimmten öffentlichen Bereichen“ beibehalten werden.

Bei privaten Zusammenkünften zu Hause in geschlossenen Räumen und beim Aufenthalt im öffentlichen Raum sollen sich künftig aber bis zu zehn Menschen oder die Angehörigen zweier Hausstände treffen dürfen. Ob die Länder dem Vorschlag zustimmen, war zunächst nicht klar.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) stellte unterdessen klar, dass auch er an der Maskenpflicht festhalten will. Thüringens Kabinett berät am Dienstag über den Vorschlag, die bisherigen Beschränkungen weitgehend aufzuheben. Auch Sachsen, wo bereits weitreichende Lockerungen gelten, strebt einen Strategiewechsel an. Es solle „generell alles freigegeben“ und nur noch das benannt werden, „was noch nicht möglich sein wird“, sagte Landessozialministerin Petra Köpping. afp
© Südwest Presse 26.05.2020 07:45
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