Reine Formsache: Frauen-Bundesliga erhält das Go

Am Freitag geht die Saison weiter. Die 2. Liga ist hingegen abgebrochen – Bremen und Meppen steigen auf.
  • Dürfen wieder spielen: Die Frauen des VfL Wolfsburg. Foto: dpa
Der Sportliche Leiter des deutschen Meisters VfL Wolfsburg setzt beim Neustart der Frauenfußball-Bundesliga nach der Corona-Pause auch auf die Erfahrungen der männlichen Kollegen. „Die Frauen-Bundesliga ist natürlich der Profiteur des Hygienekonzeptes. Es ist schon für alle Klubs eine große Herausforderung, dieses Konzept umzusetzen. Aber wir befinden uns im engen Austausch mit den Verantwortlichen des Männer-Teams und profitieren auch enorm von deren Erfahrungen“, sagte Ralf Kellermann dem „Kicker“ und betonte: „Ich bin daher sehr zuversichtlich, dass alles klappen wird.“

Reine Formsache war das Votum der Delegierten auf dem DFB-Bundestag am Montag. Die Abstimmung für die Wiederaufnahme des Spielbetriebes am kommenden Freitag fiel einstimmig aus. Die Mehrheit der Vereine hatte sich bereits im Vorfeld dafür ausgesprochen. Lediglich der Tabellenletzte FF USV Jena kritisierte den Neustart, da in Thüringen aufgrund behördlicher Verordnungen bis zum 5. Juni kein Mannschaftstraining möglich ist.

Die Frauen-Bundesliga wird am Freitag (14 Uhr) mit der Geister-Partie zwischen dem VfL und dem 1. FC Köln starten, der 1. FFC Frankfurt und der SC Sand setzen am Abend (19.15 Uhr/Eurosport und Magentasport) den 17. Spieltag fort.

Die Spielzeiten der 2. Frauen-Bundesliga sowie der Junioren-Bundesligen wurden am Montag offiziell abgebrochen. Die Frauen vom SV Werder Bremen kehren demnach als souveräner Tabellenführer in die höchste deutsche Spielklasse zurück. Der SV Meppen steht zwar nur auf Platz vier, steigt aber dennoch zum ersten Mal in der Geschichte des Vereins in die Bundesliga auf, weil die zweiten Mannschaften des VfL Wolfsburg und der TSG Hoffenheim nicht aufstiegsberechtigt sind. Werder-Trainer Alexander Kluge sagte: „Natürlich freuen wir uns, dass wir in der nächsten Saison in der Frauen-Bundesliga spielen dürfen. Trotzdem wäre es schöner gewesen, wenn wir den Aufstieg auf sportliche Art und Weise geschafft hätten, da eine Entscheidung auf dem Platz immer die beste Lösung ist.“ dpa/sid
© Südwest Presse 26.05.2020 07:45
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