Ideen für die berufliche Bildung

Heute wird beraten, wie Lehrlinge in der Pandemie abgesichert werden können. Die FDP hat eigene Ideen.
Bevor an diesem Dienstag die „Allianz für Ausbildung in Corona-Zeit“ berät, wie die berufliche Bildung während der Pandemie gesichert werden kann, hat die FDP eigene Ideen vorgelegt. „Corona darf nicht zur Ausbildungskrise werden“, mahnt Jens Brandenburg, der gemeinsam mit Johannes Vogel ein Positionspapier verfasst hat, das unserer Zeitung vorliegt.

Unter anderem wird darin eine „negative Gewinnsteuer“ vorgeschlagen, um ausbildende Betriebe zu unterstützen. Dahinter steht der Gedanke, dass „alles, was den Betrieben hilft, natürlich auch den jetzigen und kommenden Azubis hilft“, erläutert Vogel. Auch sollen Firmen unterstützt werden, die Auszubildende aus Insolvenzbetrieben übernehmen.

Um die Übergänge nach der Schule zu sichern, schlagen Brandenburg und Vogel digitale Beratungsangebote vor, und mit einem Digitalpakt 2.0 sollen auch Berufsschulen zeitgemäß ausgestattet werden. „Die Digitalisierung der Berufsschulen wurde viel zu lange vernachlässigt“, sagt Brandenburg.

Hintergrund des Papiers ist die schwierige Lage auf dem Ausbildungsmarkt. So hatte der Zentralverband des Deutschen Handwerks auf eine Umfrage verwiesen, wonach jeder vierte Betrieb plant, sich im kommenden Ausbildungsjahr aus der Ausbildung zurückzuziehen. Mathias Puddig
© Südwest Presse 26.05.2020 07:45
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