Strengere Regeln für Müllsparersäcke im Ostalbkreis

Kreistag Warum der Landkreis statt den Säcken mehr 60-Liter-Tonnen unter die Bürger bringen will.

Aalen. Nur noch Einpersonenhaushalte haben in Zukunft Anspruch auf die 30-Liter-Müllsparsäcke. In begründeten Ausnahmefällen auch Zweipersonenhaushalte. Ansonsten wird jeder Haushalt mindestens mit einer 60-Liter-Tonne veranlagt.

Das hat der Kreistag am Dienstag beschlossen. Auch die Grundgebühr für die Säcke wird erhöht. Das hat den Effekt, dass bereits ab 300 Liter Müll im Jahr die Tonne günstiger ist, als die Säcke. Bislang rechneten sich die Säcke bis etwa 420 Liter.

Unter anderem sei die Einsammlung der über 22 000 Säcke nicht mehr mit der Lastenhandhabungsverordnung vereinbar, der Betriebsrat der GOA habe bereits Bedenken angemeldet. Im Kreis gibt es rund 11 000 Einpersonenhaushalte.

Auch gegen die zunehmende Verschmutzung der Landschaft soll damit vorgegangen werden. In einem Jahr soll dann Bilanz gezogen werden.

Bennet Müller (Grüne) nannte die neue Regelung einen vernünftigen Kompromiss. Die Vermüllung sei ein allgemeines Ärgernis, sagte er. „Was man an Altglascontainern findet ist abenteuerlich“, sagte er. Auch Mario Capezzuto (SPD) sprach sich dafür aus, dem Missbrauch der Müllsparersäcke entgegenzutreten.

© Schwäbische Post 27.05.2020 16:28
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Kommentare

VR-BANK

das geht mal wieder voll zu Lasten des ehrlichen Verbrauchers

an den Glascontainern wird sich dadurch nichts ändern

installiert Kameras,identifiziert die Müllsünder und danach zur Kasse bitten

Gunter

Udo Meier

Als diffuses Entsorgungs- und Regelungschaos habe ich die Entsorgung im Ostalbkreis als Reingschmeckter beim Zuzug schon vor fünf Jahren empfunden und den Verantwortungsträgern beim Landratsamt, der GOA und in Leserbriefen deutlich gemacht.

Meine Anmerkungen und Fragen:

-Warum gibt es wie in anderen Landkreisen keine Mindestabholungen für Restmüll, z.B. zwei bis dreimal im Jahr, die in der Jahresgebühr enthalten sind? Das würde illegale Entsorgungen mindern. Das alles findet statt im "Land der Kehrwoche!"!? Was soll ich in ein bis zwei Personenhaushalten mit einer 60 l Tonne, wenn ich meinen Müll gewissenhaft trenne und ein halbes Jahr benötige um sie zu füllen? Bis zur Befüllung stinkt möglicher Unrat bestialisch und gesundheitsschädigend, insbesondere in Wohnanlagen! Übrigens zur Lastenhandhabungsverordnung sei angeführt, dass der widerstandsfähige Restmüllsack nur bis 10 kg gefüllt werden darf. Eine Kiste mit Getränken in Mehrwegflaschen wiegt doch deutlich mehr!

-Warum wird der Gelbe Sack nur alle vier Wochen (anderswo vierzehntägig) geleert? Die Hygiene ist hiebei ebenso fragwürdig, auch für das Personal der GOA. Im Rems-Murr-Kreis gibt es gelbe Tonnen, bei uns wurden sie abgelehnt, weil sie umkippen könnten!? Bei uns türmen sich die Gelbsackberge der Wohnanlage bei Abholung und verteilen sich bei Wind in den Straßen, ebenfalls verkehrsgefährdend und gesundheitsschädlich.

-Die Krönung des Chaos im Ostalbkreis sind die Säcke mit Bioabfall, die von Nagetieren, Krähen, Waschbären zerfleddert werden, und verdorbenen und schimmeligen Inhalt auf öffentlichen Wegen und Schulwegen (!) gesundheitsschädigend und verkehrsgefährdend verteilen.
Wie verhält es sich bei allen diesen vorgenannten "geregelten Entsorgungsmissständen" mit der angeführten Lastenhandhabungsverordnung? Wir haben doch gerade erst mit der Corona-Krise Hygiene-Maßnahmen hinzugelernt.

Sehr geehrte Verantwortungsträger, bitte überdenken Sie Ihre Entscheidungen und Regelungen. Unser Föderalismus ist auch hier gefordert. Vergessen Sie dabei bitte nicht über den "Tellerrand' des Landkreises zu schauen!

Udo Meier

Dahlienweg 4

73527 Schwäbisch Gmünd

In my humble opinion

Udo Meier schrieb am 27.05.2020 um 20:54

Als diffuses Entsorgungs- und Regelungschaos habe ich die Entsorgung im Ostalbkreis als Reingschmeckter beim Zuzug schon vor fünf Jahren empfunden und den Verantwortungsträgern beim Landratsamt, der GOA und in Leserbriefen deutlich gemacht.

...

Und haben Sie schon jemals eine verständliche Antwort auf Ihre Briefe erhalten?

Wer sich - aus welchem Grund auch immer - mit den Abfallsystemen in anderen Landkreisen ( und durchaus vergleichbar mit dem OAK ) beschäftigt hat, kann angesichts der Verhältnisse hier im OAK nur den Kopf schütteln.

Relifa

Udo Meier schrieb am 27.05.2020 um 20:54

Als diffuses Entsorgungs- und Regelungschaos habe ich die Entsorgung im Ostalbkreis als Reingschmeckter beim Zuzug schon vor fünf Jahren empfunden und den Verantwortungsträgern beim Landratsamt, der GOA und in Leserbriefen deutlich gemacht.

Meine Anmerkungen und Fragen:

-Warum gibt es wie in anderen Landkreisen keine Mindestabholungen für Restmüll, z.B. zwei bis dreimal im Jahr, die in der Jahresgebühr enthalten sind? Das würde illegale Entsorgungen mindern. Das alles findet statt im "Land der Kehrwoche!"!? Was soll ich in ein bis zwei Personenhaushalten mit einer 60 l Tonne, wenn ich meinen Müll gewissenhaft trenne und ein halbes Jahr benötige um sie zu füllen? Bis zur Befüllung stinkt möglicher Unrat bestialisch und gesundheitsschädigend, insbesondere in Wohnanlagen! Übrigens zur Lastenhandhabungsverordnung sei angeführt, dass der widerstandsfähige Restmüllsack nur bis 10 kg gefüllt werden darf. Eine Kiste mit Getränken in Mehrwegflaschen wiegt doch deutlich mehr!

-Warum wird der Gelbe Sack nur alle vier Wochen (anderswo vierzehntägig) geleert? Die Hygiene ist hiebei ebenso fragwürdig, auch für das Personal der GOA. Im Rems-Murr-Kreis gibt es gelbe Tonnen, bei uns wurden sie abgelehnt, weil sie umkippen könnten!? Bei uns türmen sich die Gelbsackberge der Wohnanlage bei Abholung und verteilen sich bei Wind in den Straßen, ebenfalls verkehrsgefährdend und gesundheitsschädlich.

-Die Krönung des Chaos im Ostalbkreis sind die Säcke mit Bioabfall, die von Nagetieren, Krähen, Waschbären zerfleddert werden, und verdorbenen und schimmeligen Inhalt auf öffentlichen Wegen und Schulwegen (!) gesundheitsschädigend und verkehrsgefährdend verteilen.
Wie verhält es sich bei allen diesen vorgenannten "geregelten Entsorgungsmissständen" mit der angeführten Lastenhandhabungsverordnung? Wir haben doch gerade erst mit der Corona-Krise Hygiene-Maßnahmen hinzugelernt.

Sehr geehrte Verantwortungsträger, bitte überdenken Sie Ihre Entscheidungen und Regelungen. Unser Föderalismus ist auch hier gefordert. Vergessen Sie dabei bitte nicht über den "Tellerrand' des Landkreises zu schauen!

Udo Meier

Dahlienweg 4

73527 Schwäbisch Gmünd

Danke, Herr Maier, ihr Kommentar spricht mir direkt aus der Seele. Ich habe als "Reingeschmeckte" genauso empfunden. Es wird Zeit, dass sich auf der Ostalb in punkto Müll Einiges ändert!  

Udo Meier

In my humble opinion schrieb am 28.05.2020 um 01:07

Und haben Sie schon jemals eine verständliche Antwort auf Ihre Briefe erhalten?

Wer sich - aus welchem Grund auch immer - mit den Abfallsystemen in anderen Landkreisen ( und durchaus vergleichbar mit dem OAK ) beschäftigt hat, kann angesichts der Verhältnisse hier im OAK nur den Kopf schütteln.

Als Reingschmeckter fühle ich mich in vielen Punkten  öffentlich und privat unverstanden, obwohl bei sinnwidrigen Abläufen eine konstruktive Anmerkung sicherlich oftmals in der Logik unmittelbar umsetzbar wäre.  Antworten bei Missständen erfolgen in harschen Formulierungen oder Ignoranz. Als Christ bete ich: Gott gebe mir die Gelassenheit die Dinge hinzuzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut die Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit das eine von dem anderen zu unterscheiden. Ganz im Verborgenenen ändern sich die Dinge dann unvorhergesehen zum Positiven!

Udo Meier

Relifa schrieb am 28.05.2020 um 07:52

Danke, Herr Maier, ihr Kommentar spricht mir direkt aus der Seele. Ich habe als "Reingeschmeckte" genauso empfunden. Es wird Zeit, dass sich auf der Ostalb in punkto Müll Einiges ändert!  

hütteln.

Als Reingschmeckter fühle ich mich in vielen Punkten öffentlich und privat unverstanden, obwohl bei sinnwidrigen Abläufen eine konstruktive Anmerkung sicherlich oftmals in der Logik unmittelbar umsetzbar wäre. Antworten bei Missständen erfolgen in harschen Formulierungen oder Ignoranz. Als Christ bete ich: Gott gebe mir die Gelassenheit die Dinge hinzuzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut die Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit das eine von dem anderen zu unterscheiden. Ganz im Verborgenenen ändern sich die Dinge dann unvorhergesehen zum Positiven!

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