Erzieherin unter Mordverdacht

Dreijährige stirbt am vorletzten Arbeitstag einer Betreuerin. Ähnliche Vorfälle in anderen Kitas.
Bei den Ermittlungen gegen eine wegen Mordes an einem dreijährigen Kita-Kind verdächtigen Erzieherin in Viersen sind die Behörden auf weitere Vorfälle in früheren Kindergärten der 25-Jährigen gestoßen. Das haben die Ermittler bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Mönchengladbach mitgeteilt. Die Polizei beschrieb mehrere Fälle, in denen unter anderem ein Junge mit dem Notarzt ins Krankenhaus gekommen war. Den ersten Fall habe es bereits 2017 gegeben.

Die unter Mordverdacht stehende Frau hatte von sich aus am 15. April gekündigt. Das Kind sei dann am vorletzten Arbeitstag der 25-Jährigen mit einem Atemstillstand ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die Stadt mit.

Der 22. April sei der letzte Arbeitstag gewesen, bevor die Frau Resturlaub nehmen und am 1. Mai eine neue Arbeitsstelle antreten wollte. Die 25-Jährige hatte erst am 1. Januar 2020 in der Kita „Steinkreis“ angefangen.

Das Mädchen war nach Atemstillstand, Reanimation und weiterer notärztlicher Versorgung vom Rettungsdienst aus der Kita ins Krankenhaus gebracht worden. Dort sei entdeckt worden, dass das Kind schwerste Schäden davongetragen hatte, teilte die Stadt mit, und die Ursache sich medizinisch nicht erklären lasse. Das Krankenhaus habe daher ein Gutachten angeregt. Das Kind starb am 4. Mai. dpa
© Südwest Presse 29.05.2020 07:45
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