DOSB-Präsident schlägt Alarm

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) ist in großer Sorge: Die Dachorganisation sieht die Mehrzahl der Vereine und Verbände in akuter Gefahr und zeichnet für den Fall ausbleibender Nothilfe des Bundes ein Bild des Schreckens. „Ich bin überzeugt, dass wir in wenigen Monaten Szenarien diskutieren, die wenig lustig sind, wenn keine Hilfe kommt“, sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann nach einer Befragung im Sportausschuss des Bundestages. Ohne Wettkämpfe und ohne Geld vom Bund werde „Sportdeutschland im kommenden Jahr nicht mehr wiederzuerkennen sein“. Die von ihm prophezeite Katastrophe würde alle Bereiche des Sports betreffen – von den Vereinen und Verbänden bis hin zu Athleten, Trainern, Veranstaltern oder Profiligen.

Hörmann zitierte die Ergebnisse einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte, die die nationalen Verbände und Landessportbünde nach zu erwartenden Schäden durch die Coronavirus-Pandemie befragt hat. Fazit: Die Schäden im organisierten Sport werden Milliardenhöhe erreichen. Laut DOSB seien rund 75 Prozent der Sportverbände akut gefährdet. dpa
© Südwest Presse 29.05.2020 07:45
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