Umfrage: Sonntagsfahrverbot für Motorräder notwendig oder überflüssig?

Große Diskussionen über ein mögliches Sonntags- und Feiertagsfahrverbot für Motorräder. Uns interessiert Ihre Meinung:

  • Sonntagsausfahrten mit dem Motorrad - bald schon nicht mehr möglich? Symbolbild: Pixabay

Motorradlärm beschäftigt aktuell nicht nur die Kommunen im Ländle, die sich der Initiative Motorradlärm angeschlossen haben. Auch die Bundesregierung muss sich nun damit befassen. Denn der Bundesrat hat für  einen Antrag auf Reduzierung des Motorradlärms gestimmt.

Unter den zehn Forderungen mischt sich auch der Vorschlag für ein Fahrverbot für Motorräder an Sonn- und Feiertagen. „Der Bund wird daher aufgefordert, die einschlägigen Regelungen anzupassen und die Möglichkeit zu schaffen, in besonderen Konfliktfällen notfalls auch Geschwindigkeitsbeschränkungen und zeitlich beschränkte Verkehrsverbote aus Gründen des Lärmschutzes zu ergreifen“, so das Verkehrsministerium. Es sei aber nicht von einem allgemeinen Verbot die Rede. Dennoch: Die Motorradfahrer und auch viele Nicht-Motorradfahrer sind entsetzt. Auch in den Sozialen Medien wird kommentiert: „Ich fahre zwar selber nicht Motorrad, aber ich finde das total schwachsinnig. Motorradfahren ist für viele ein Hobby - dafür hat man meist nur am Wochenende Zeit.“ jad

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© Schwäbische Post 31.05.2020 12:56
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Kommentare

Alex76

Unglaublich, dass sowas überhaupt in Betracht gezogen wird. 

Da geben sich die Motorrad Hersteller Jahre lang Mühe in ihren Entwicklungsabteilungen um die Obergrenzen der EU für Dezibel einhalten zu können, und auf einmal meinen dann ein paar ganz Schlaue es ist besser wenn man es komplett verbietet!?

Ich habe nur ein Motorrad und besitze kein Auto. Meine Maschine ist jedoch neueren Baujahres und leiser als jeder Sportwagen. Warum jetzt wieder viele bestrafen, für die Fehler weniger? 

Weber

Ich mag keine Hudehaufen am Wegrand und bin für ein Verbot zum Gassigehen am Samstag.

Fabian Bayerle

Armes Deutschland...wenn das so weitergeht muss ich in 5 Jahren nen Genehmigungsantrag bei Angie stellen wenn ich aufs Klo möchte

Bernd Bader

Herrlich für was unsere Politiker bezahlt werden, um so einen Müll von sich zu geben. Man könnte auch Sonntags die Tankstellen schließen, weil man ja dann kein Benzin mehr verkauft. an einem Motorradfahrer verdient der Staat wahrscheinlich weniger als an einem Radfahrer der Sonntags sowieso die ganze Straße braucht, und so noch mehr Platz hätte. Übrigens Cabrios und Oldtimer sind Sonn und Feiertags auch nur hinderlich und laut unterwegs.

Bench-ii

Jetzt ist es sicher , Corona greift das Hirn an.

Häberle & Pfleiderer

Alex76 schrieb am 31.05.2020 um 14:19

Unglaublich, dass sowas überhaupt in Betracht gezogen wird. 

Da geben sich die Motorrad Hersteller Jahre lang Mühe in ihren Entwicklungsabteilungen um die Obergrenzen der EU für Dezibel einhalten zu können, und auf einmal meinen dann ein paar ganz Schlaue es ist besser wenn man es komplett verbietet!?

Ich habe nur ein Motorrad und besitze kein Auto. Meine Maschine ist jedoch neueren Baujahres und leiser als jeder Sportwagen. Warum jetzt wieder viele bestrafen, für die Fehler weniger? 

Leider sind es nicht wenige, sondern der überwiegende Teil der Motor Biker, welche jegliche Art von StVO ignorieren und sich einen Spaß daraus machen, so negativ wie möglich auf zufallen ** 

Traurig nur, dass die Vernünftigen darunter leiden müssen, ist aber auch bei den Radlern und Autofahrern (je mehr Auspuff Endrohre, desto mehr wird aufs Gaspedal getreten) so .... auch der Tag heute bestätigt dies, Biker an Biker in Horten sind sie wie ausgelassen ...ob das Kochertal entlang, oder die bevorzugten Straßen auf und über die Alb ***

Selbst wenn der Drehzahl Begrenzer schon jammert, wird hochgedreht was das Ding hergibt ...

Besserung nicht in Sicht, somit wird halt dann anderweitig reguliert *** 

Paul Hafner

Häberle & Pfleiderer schrieb am 31.05.2020 um 22:26

Leider sind es nicht wenige, sondern der überwiegende Teil der Motor Biker, welche jegliche Art von StVO ignorieren und sich einen Spaß daraus machen, so negativ wie möglich auf zufallen ....

Wenn jemand Aversionen gegenüber bestimmten Gruppen hat, so ist er deshalb nicht mehr im Recht.  - Armes Deutschland!

Ich bin erstaunt und kann es nicht fassen, zu welchen Ausgleisungen sich unsere Politiker hinreißen lassen. -  Es wundert mich auch wenig, dass unter solchen Voraussetzungen eine gewisse Politikverdrossenheit um sich greift. - Schwachsinn lässt sich oft nur schwer vermitteln.

Walter H.

Häberle & Pfleiderer schrieb am 31.05.2020 um 22:26

Leider sind es nicht wenige, sondern der überwiegende Teil der Motor Biker, welche jegliche Art von StVO ignorieren und sich einen Spaß daraus machen, so negativ wie möglich auf zufallen ** 

Traurig nur, dass die Vernünftigen darunter leiden müssen, ist aber auch bei den Radlern und Autofahrern (je mehr Auspuff Endrohre, desto mehr wird aufs Gaspedal getreten) so .... auch der Tag heute bestätigt dies, Biker an Biker in Horten sind sie wie ausgelassen ...ob das Kochertal entlang, oder die bevorzugten Straßen auf und über die Alb ***

Selbst wenn der Drehzahl Begrenzer schon jammert, wird hochgedreht was das Ding hergibt ...

Besserung nicht in Sicht, somit wird halt dann anderweitig reguliert *** 

Was für ein dummes Geschwätz! 

roland ziegler

Häberle & Pfleiderer schrieb am 31.05.2020 um 22:26

Leider sind es nicht wenige, sondern der überwiegende Teil der Motor Biker, welche jegliche Art von StVO ignorieren und sich einen Spaß daraus machen, so negativ wie möglich auf zufallen ** 

Traurig nur, dass die Vernünftigen darunter leiden müssen, ist aber auch bei den Radlern und Autofahrern (je mehr Auspuff Endrohre, desto mehr wird aufs Gaspedal getreten) so .... auch der Tag heute bestätigt dies, Biker an Biker in Horten sind sie wie ausgelassen ...ob das Kochertal entlang, oder die bevorzugten Straßen auf und über die Alb ***

Selbst wenn der Drehzahl Begrenzer schon jammert, wird hochgedreht was das Ding hergibt ...

Besserung nicht in Sicht, somit wird halt dann anderweitig reguliert *** 

Je mehr Endrohre desto mehr Gas. Ist es nicht so, dass weniger Endrohre lauter sind?

Jürgen Grünauer

Eine sinnvolle Initative die ich voll und ganz unterstütze. Die Lautstärke mancher Motorräder ist einfach unerträglich.

Schrauber52

Ein Generelles Verbot ist wohl nicht die richtige Lösung. Aber wie soll man diesem Lärmwahn beikommen? Wenn man sich manchmalbvorkommt wie im Aufmarschgebiet einer Panzerkompanie. Und es sind ja immer mehr, die glauben sie könnten unsere Strassen zu ihrer privaten Rennstrecke umfuktionieren. Wenn mit Tempo 150 ,und vereinzelt noch schneller,  durch 70 er Bereiche gafahren wird. Wenn man die Fahrzeuge über zig Km dröhnen hört? Es geht gegen nicht um das Motoradfahren . Es geht um die Auswüchse Mit Smailis (rausgeschmissenes Steuergeld) und guten Worten kommt man nicht weiter, denn diejenigen tun das nicht mal so ausversehen. Der richtige Weg ist eine machbare  Lärm Obergrenze, sowie deren konsequente Kontrolle und die Möglichkeit für die Polizei das auch durch zu setzen. Hier müsste der Gesetzgeber tätig werden.  Das gilt nicht nur für Biker!  Und noch eins liebe Biker, die eigene Freiheit hört da auf, wo die der anderen derart eingeschränkt wird. Das gebietet eigenlich der Respekt vor einander. Aber leider gibt es Leute die dieses Wort nicht mal kennen.

Udo Meier

Falsch ist schon die Fragestellung in diesem Artikel, und mehr noch die vielen Kommentare der empörten Biker. Es handelt sich bei der Bundesratsinitiative doch nur um Beschränkungen für besonders frequentierte und lärmbelastete Streckenabschnitte, die Sonntags gelten sollen. Diese Einschränkungen gibt es übrigens jetzt schon, z.B. In Neuffen. Außerdem gibt es für andere Fahrzeugarten, sogar für kommerzielle Lieferfahrzeuge, solche Beschränkungen mit zGG Limit, aber auch für Pkw zul. Höchstgeschwindigkeiten wegen des  Lärmschutzes. Was soll die Empörung, die durch die Medien, aber noch durch hiesige Abgeordnete und Staatssekretäre weiter geschürt wird. Welchen Nutzen hat eine zugelassene Klappensteurung, wenn ich sie durch das Hochdrehen des Motors deaktivieren kann, oft sogar beim Vorbeifahren an Fußgängern und Radfahrern. Dieses gilt auch für hochwertige Pkw, die den Sound einstellen können. Ich wünsche mir offenen und freien Staßenverkehr mit sinnvollen Beschränkungen, aber nicht Motorendröhnen und -jaulen, oftmals mit Geschwindigkeits-Überschreitungen, das in den Wohnzimmern, Gärten und Tälern (kilometerweit) die Mehrheit der Menschen durch unnötigen Lärm belastet. Es ist richtig, das solch eine Initiative auf dem demokratischen Weg unserer FDGO durch den Bundesrat (Parteien aller Schattierungen befinden sich in den Landesregierungen) für die Debatte bundesweit angeschoben wird.

Leonore Mathes

Fabian Bayerle schrieb am 31.05.2020 um 16:48

Armes Deutschland...wenn das so weitergeht muss ich in 5 Jahren nen Genehmigungsantrag bei Angie stellen wenn ich aufs Klo möchte

Das ist Frau Merkel sicher die falsche Adresse, das ist ja wohl nicht auf ihrer Miste gewachsen. Aber davon abgesehen, finde ich das ganze wirklich ausgemachten Blödsinn... Die meisten haben doch erst am Wochenende Zeit. Manchmal bin ich schon sehr verwundert, was manche Leute so in ihren Köpfen haben...*die Straße ist für alle da 7 Tage die Woche* 

In my humble opinion

Udo Meier schrieb am 01.06.2020 um 09:45

... hiesige Abgeordnete und Staatssekretäre ...

In jedem Fall sollte man die Frage stellen, ob man das Problem an der Wurzel oder erst bei den Auswirkungen bearbeitet.

Gäbe es Lärmschutzvorschriften ( "ein Motorfahrzeug der Art ... darf im realen Fahrbetrieb niemals lauter sein als ... dB" ) wäre das Problem an der Ursache beseitigt. Aber in diesem Fall würden wenige 'Betroffene' lauthals mit dem Verlust von Arbeitsplätzen drohen - die Folgen können wir uns denken.

Es ist doch viel einfacher, durch Vorschrift und Schild die anonyme Gruppe der Nutzer zu beschränken, da kommt zwar Widerspruch, aber der verläuft sich, auch mit Hilfe anderer gutwilliger Gruppen.

Martin Weppler

Fahrverbot? Ja und Nein. Nein, liebe Motorrad – Kollegen, die ihr euch jetzt über dieses geplante Fahrverbot echauffiert. Deutschland hat nicht den Verstand verloren. Aber ein kleiner, aber dafür leider deutlich merk- und hörbarer Anteil von absoluten Vollkaspern (bei uns ca. 20%) hat restlos den Verstand verloren. Und genau diese ignoranten Zeitgenossen werden dafür sorgen, dass die restlichen 80%, sich normal gebärdenden Biker, unter Sippenhaft genommen werden und weitere schöne Strecken sogar restlos gesperrt werden.
Ich selbst komme aus dem Schwarzwald und habe noch einen zweiten Wohnsitz in Schleswig-Holstein, fahre seit 47 Jahren Motorrad, in guten Jahren 20 -25 000 km. Derzeit besitze ich nur noch 3 angemeldete Motorräder, es waren auch schon 6. Ihr könnt euch also denken, dass ein Leben ohne Moped für mich unvorstellbar ist. Als ich mit Mopedfahren angefangen habe, konnte man sich am Wochenende noch mit Handschlag begrüßen. Heute ist Mopedfahren zur Seuche geworden und dementsprechend hoch ist die Belästigung für die Nicht-Mopedfahrer.
Seit einiger Zeit bin ich auch selbst betroffen als Anwohner. Es ist die Hölle. Ihr dürft mir glauben, diese 20 % lassen jedes Wochenende und auch jeden Feierabend unter der Woche den Aufenthalt im Garten mittlerweile zum Alptraum werden. Wir wohnen außerhalb einer Ortschaft. Die Straße in der Nähe ist eine 70er Zone. Da die Straße kurvenreich ist, wird sie, wie so viele solcher Straßen, als reine Trainingsstrecke genutzt. Geschwindigkeiten weit über 100 km/h, bis hin zu gemessenen 167 km/h sind usus. Logisch – sonst machen ja Hanging off Technik und Knieschleifer wenig Sinn. Drehzahlen bis in den dunkelroten Bereich in den unteren Gängen, permanent > 95 dB (gemessen), Auspuffanlagen mit Klappensteuerung und/oder Sound-Design und permanentes Hin- und Herfahren (mein „Lieblingsfahrer“ schaffte es in 10 Minuten 4 mal) sind ebenso normal. Der Lärm ist kilometerweit zu hören. Und das ist nicht nur bei uns an der Strecke so.
Viele haben keine Ahnung, was Anwohner im Schwarzwald, im Odenwald, im Taunus, etc. etc. ertragen müssen.
Wenn wir, die geplagten Anwohner, Ruhe finden, bzw. auch wir, die 80% normalen Biker aus Leidenschaft weiter fahren wollen, dann müssen wir besagte 20% rigoros und mit voller Konsequenz aus dem Verkehr ziehen oder die restlichen 80%, die sich rücksichtsvoll verhalten, werden unter Sippenhaft genommen. Wollt ihr das? Wenn nein, dann muss diesen Ignoranten das Handwerk gelegt werden.

Rolf Baur

Ich fahre jetzt seid 46 Jahren ohne Unterbrechung Motorrad und bin in dieser Zeit schon vielen  Anfeindungen ausgesetzt gewesen. Die meiste Zeit habe ich mich ungerecht behandelt gefühlt. Diesmal ist es leider anders.

Wenn ich diese Lärmterroristen höre, habe ich Gewaltfantasien über die ich hier nicht reden möchte!

Aber! Noch ist es eine lautstarke Minderheit! Ich erwarte von den Gemeinden und vom Staat, dass meine nicht unerheblichen Steuern, die ich für Motorrader und Autos bezahle, endlich zweckgebunden verwendet werden.

Es ist Aufgabe der Polizei hier rigoros durchzugreifen. Ich erwarte von der Gemeinde Abtsgmünd, welche ja  wirklich nicht gerade verarmt ist, dass Lärmmessgeräte angeschafft werden um die Motorradfahrer auf Ihr Fehlverhalten hinzuweisen.

Fahrverbote sind absolut inakzeptabel und ich werde Sie nicht hinnehmen.

Mein Motorrad entspricht den Lärmschutzbestimmungen, ich halte mich an die Verkehrsregeln, ich zahle Steuern für die Benutzung der Strassen und ich werde die Strassen benutzen, immer und wann ich will.

Fam Wagenblast

Udo Meier schrieb am 01.06.2020 um 09:45

Falsch ist schon die Fragestellung in diesem Artikel, und mehr noch die vielen Kommentare der empörten Biker. Es handelt sich bei der Bundesratsinitiative doch nur um Beschränkungen für besonders frequentierte und lärmbelastete Streckenabschnitte, die Sonntags gelten sollen. Diese Einschränkungen gibt es übrigens jetzt schon, z.B. In Neuffen. Außerdem gibt es für andere Fahrzeugarten, sogar für kommerzielle Lieferfahrzeuge, solche Beschränkungen mit zGG Limit, aber auch für Pkw zul. Höchstgeschwindigkeiten wegen des  Lärmschutzes. Was soll die Empörung, die durch die Medien, aber noch durch hiesige Abgeordnete und Staatssekretäre weiter geschürt wird. Welchen Nutzen hat eine zugelassene Klappensteurung, wenn ich sie durch das Hochdrehen des Motors deaktivieren kann, oft sogar beim Vorbeifahren an Fußgängern und Radfahrern. Dieses gilt auch für hochwertige Pkw, die den Sound einstellen können. Ich wünsche mir offenen und freien Staßenverkehr mit sinnvollen Beschränkungen, aber nicht Motorendröhnen und -jaulen, oftmals mit Geschwindigkeits-Überschreitungen, das in den Wohnzimmern, Gärten und Tälern (kilometerweit) die Mehrheit der Menschen durch unnötigen Lärm belastet. Es ist richtig, das solch eine Initiative auf dem demokratischen Weg unserer FDGO durch den Bundesrat (Parteien aller Schattierungen befinden sich in den Landesregierungen) für die Debatte bundesweit angeschoben wird.

Das ist der erste Artikel, welcher die Situation beschreibt wie sie wirklich ist. Es geht um kein generelles Sonntagsfahrverbot, es geht darum, bestimmte Strecken zu sperren. Weil die Leute am Wochenende keine Möglichkeit haben, auf der Terrasse das Wetter zu genießen. Und wenn die Motorradfahrer es nicht schaffen, in ihren Reihen für Ordnung zu sorgen, dann muss es der Gesetzgeber tun.

In my humble opinion

Fam Wagenblast schrieb am 02.06.2020 um 06:29

... dann muss es der Gesetzgeber tun.

Wenn der 'Gesetzgeber' in der Vergangenheit etwas getan hätte, brauchte unser MdB Norbert Barthle ( dafür ist er ja lange genug MdB ) jetzt nicht "geradezu entsetzt und empört" zu sein, dann hätte der Gesetzgeber Vorschriften erlassen, wie laut Motorrad und Pkw im realen Fahrbetrieb maximal sein darf - und dann wäre es auch nichts mit 'Zubehör' oder 'Nachrüstsatz' oder der Klickbox 'sportlicher Sound' bei der Bestellung.

Danyel

Martin Weppler schrieb am 01.06.2020 um 16:40

Fahrverbot? Ja und Nein. Nein, liebe Motorrad – Kollegen, die ihr euch jetzt über dieses geplante Fahrverbot echauffiert. Deutschland hat nicht den Verstand verloren. Aber ein kleiner, aber dafür leider deutlich merk- und hörbarer Anteil von absoluten Vollkaspern (bei uns ca. 20%) hat restlos den Verstand verloren. Und genau diese ignoranten Zeitgenossen werden dafür sorgen, dass die restlichen 80%, sich normal gebärdenden Biker, unter Sippenhaft genommen werden und weitere schöne Strecken sogar restlos gesperrt werden.
Ich selbst komme aus dem Schwarzwald und habe noch einen zweiten Wohnsitz in Schleswig-Holstein, fahre seit 47 Jahren Motorrad, in guten Jahren 20 -25 000 km. Derzeit besitze ich nur noch 3 angemeldete Motorräder, es waren auch schon 6. Ihr könnt euch also denken, dass ein Leben ohne Moped für mich unvorstellbar ist. Als ich mit Mopedfahren angefangen habe, konnte man sich am Wochenende noch mit Handschlag begrüßen. Heute ist Mopedfahren zur Seuche geworden und dementsprechend hoch ist die Belästigung für die Nicht-Mopedfahrer.
Seit einiger Zeit bin ich auch selbst betroffen als Anwohner. Es ist die Hölle. Ihr dürft mir glauben, diese 20 % lassen jedes Wochenende und auch jeden Feierabend unter der Woche den Aufenthalt im Garten mittlerweile zum Alptraum werden. Wir wohnen außerhalb einer Ortschaft. Die Straße in der Nähe ist eine 70er Zone. Da die Straße kurvenreich ist, wird sie, wie so viele solcher Straßen, als reine Trainingsstrecke genutzt. Geschwindigkeiten weit über 100 km/h, bis hin zu gemessenen 167 km/h sind usus. Logisch – sonst machen ja Hanging off Technik und Knieschleifer wenig Sinn. Drehzahlen bis in den dunkelroten Bereich in den unteren Gängen, permanent > 95 dB (gemessen), Auspuffanlagen mit Klappensteuerung und/oder Sound-Design und permanentes Hin- und Herfahren (mein „Lieblingsfahrer“ schaffte es in 10 Minuten 4 mal) sind ebenso normal. Der Lärm ist kilometerweit zu hören. Und das ist nicht nur bei uns an der Strecke so.
Viele haben keine Ahnung, was Anwohner im Schwarzwald, im Odenwald, im Taunus, etc. etc. ertragen müssen.
Wenn wir, die geplagten Anwohner, Ruhe finden, bzw. auch wir, die 80% normalen Biker aus Leidenschaft weiter fahren wollen, dann müssen wir besagte 20% rigoros und mit voller Konsequenz aus dem Verkehr ziehen oder die restlichen 80%, die sich rücksichtsvoll verhalten, werden unter Sippenhaft genommen. Wollt ihr das? Wenn nein, dann muss diesen Ignoranten das Handwerk gelegt werden.

Den Ignoranten das Handwerk legen, ist aufgabe der Straßenverkehrsüberwachung, im Volksmund auch POLIZEI genannt. Sei es durch Lärmmessungen, oder am besten durch gezieltes Herauspicken.

Kann es sein, das der Sparzwang der Politik der letzten Jahre, auf dem Rücken vom Bürger ausgetragen wird, wo kein Geld für Polizisten, keine Ideen für passende Gesetze, da kommt halt ein Verbotsgesetz mit Sippenhaft !?! Grundsätzlich finde ich es doch sehr fragwürdig, was sich hier die Politik, in diesem Fall Hr. Latschet (CDU) ausgedacht hat, und sinngemäß natürlich von Hr. Winfried Hermann gefeiert wird. 

Linke Hand zum Gruß ( 42 Jahre Motorradfahrer, auch heute noch, beruflich bedingt meist an WE und Feiertagen, da ich nicht jeden Tag mein Moped auf dem Weg zur Arbeit nutzen kann )

Danyel

Udo Meier schrieb am 01.06.2020 um 09:45

Falsch ist schon die Fragestellung in diesem Artikel, und mehr noch die vielen Kommentare der empörten Biker. Es handelt sich bei der Bundesratsinitiative doch nur um Beschränkungen für besonders frequentierte und lärmbelastete Streckenabschnitte, die Sonntags gelten sollen. Diese Einschränkungen gibt es übrigens jetzt schon, z.B. In Neuffen. Außerdem gibt es für andere Fahrzeugarten, sogar für kommerzielle Lieferfahrzeuge, solche Beschränkungen mit zGG Limit, aber auch für Pkw zul. Höchstgeschwindigkeiten wegen des  Lärmschutzes. Was soll die Empörung, die durch die Medien, aber noch durch hiesige Abgeordnete und Staatssekretäre weiter geschürt wird. Welchen Nutzen hat eine zugelassene Klappensteurung, wenn ich sie durch das Hochdrehen des Motors deaktivieren kann, oft sogar beim Vorbeifahren an Fußgängern und Radfahrern. Dieses gilt auch für hochwertige Pkw, die den Sound einstellen können. Ich wünsche mir offenen und freien Staßenverkehr mit sinnvollen Beschränkungen, aber nicht Motorendröhnen und -jaulen, oftmals mit Geschwindigkeits-Überschreitungen, das in den Wohnzimmern, Gärten und Tälern (kilometerweit) die Mehrheit der Menschen durch unnötigen Lärm belastet. Es ist richtig, das solch eine Initiative auf dem demokratischen Weg unserer FDGO durch den Bundesrat (Parteien aller Schattierungen befinden sich in den Landesregierungen) für die Debatte bundesweit angeschoben wird.

Es geht nicht um eine Debatte, es geht um einen GESETZESENTWURF welcher schon am 15.05 im Deutschen Bundestag debattiert wurde.. Zwei sehr unterschiedliche Dinge, das eine ist Demokratie, das andere ein Dogma ! Ich nenne es Staatlich gewollte Sippenhaft für Steuerzahlende Verkehrsteilnehmer. Also das, wovor einen die Demokratie schützen sollte.

Udo Meier

Danyel schrieb am 03.06.2020 um 13:13

Es geht nicht um eine Debatte, es geht um einen GESETZESENTWURF welcher schon am 15.05 im Deutschen Bundestag debatiert wurde.. Zwei sehr unterschiedliche Dinge, das eine ist Demokratie, das andere ein Dogma ! Ich nenne es Staatlich gewollte Sippenhaft für Steuerzahlende Verkehrsteilnehmer. Also das, wovor einen die Demokratie schützen sollte.

De·bat·te

/Debátte/

Aussprache lernen

Substantiv, feminin [die]

1.

lebhafte Diskussion, Auseinandersetzung, Streitgespräch

"eine erregte, lebhafte Debatte ist im Gang"

2.

Erörterung eines Themas im Parlament

"die Debatte über die Regierungserklärung dauert an, wird unterbrochen, vertagt, wurde fortgesetzt"

Danyel

Udo Meier schrieb am 03.06.2020 um 13:24

De·bat·te

/Debátte/

Aussprache lernen

Substantiv, feminin [die]

1.

lebhafte Diskussion, Auseinandersetzung, Streitgespräch

"eine erregte, lebhafte Debatte ist im Gang"

2.

Erörterung eines Themas im Parlament

"die Debatte über die Regierungserklärung dauert an, wird unterbrochen, vertagt, wurde fortgesetzt"

Danke Hr. Meier !

Danyel

Ich zittiere aus einem Artikel des Oldtimer Magazins.

BW-Verkehrsminister Winfried Hermann feiert die Entschließung erwartungsgemäß. Und verschweigt dabei noch viel Wichtigeres: dass nämlich der Bundesrat den Bürger für die Versäumnisse der Politik in Haft nehmen will. So hätte die Politik schon längst Gesetze beschließen können, um die Brüllrohr-Fraktion mit den ausgeräumten Schalldämpfern zur Räson zu bringen. Mit einigen wenigen Kontrollen zu Saisonbeginn an beliebten Strecken hätten sich diese Gesetze nachhaltig durchsetzen lassen, wie das Beispiel Schweiz zeigt.

Was uns allen Zeigt, das Fehlverhalten der Politik wird allem anschein nach auf dem Rücken vom Steuerzahler (mal wieder) ausgetragen mit dem politischen Willen, 4,5 Millionen Krad Steuer Zahlende Verkehrsteilnehmer ausschliesen zu wollen. Ausserdem möchte ich ausdrücklich auf Europaparlament hinweisen, immerhin werden hier auch "Ausländische" Tagesgäste - oder -Motorradfahrer ausgeschlossen, was zusätzlichen Politischen Sprengstoff birgt, siehe da leidige Thema MAUT.

Udo Meier

Danyel schrieb am 03.06.2020 um 13:43

Danke Hr. Meier !

Bitte unterscheiden Sie auch korrekt die Gesetzgebungsorgane, wie folgend in der Petition der Motorradfahrer ausgeführt: "Am 15.05.2020 kam der Bundesrat in der Sitzung 989 zusammen. In dieser Sitzung wurde unter anderem im Tagespunkt 10 der Beschluss erörtert, der als Forderung an die Bundesregierung gerichtet ist. www.bundesrat.de/DE/plenum/bundesrat-kompakt/20/989/989-pk.html?nn=4352766#top-10 www.bundesrat.de/SharedDocs/TO/989/to-node.html;jsessionid=6D540169138BB717E577B44CFF05DA58.2_cid391?cms_topNr=10#top-10 Dieses ist ein Antrag des Landes Nordrhein-Westfalens, Unterzeichner Armin Laschet."

Barbara S.

Fahrverbot für Motorräder

Die Herrschaften sollen sich bloss nicht aufregen. Sie sind selber Schuld , wenn sie zur Plage geworden sind. Bei uns ist es nicht aus zu halten. Sie donnern durch den Ort, kein Interesse an Lärmpegel und Geschwindigkeit. Ganze Scharen von diesen Heinis, die glauben man findet sie toll, wenn sie wie Affe auf dem Schleifstein sitzen, und die ganze Gegend stören. Hier findet sie keiner toll. Es wäre zu schön, wenn sie wenigstens an Wochenden und Feiertagen nicht mehr fahren dürfeten. Für uns sind sie wie eine Heuschreckenplage, füher war man gern im Garten, auf der Terasse am Wochende, jetzt bleibt man im Haus.  Die Kinder trauen sich nicht über die Staße, weil diese "hohlen Herren" um die Kurve geschossen kommen .Es ist nur  eine Frage der Zeit und es wird eine schlimmen Unfall geben. Diese Herren haben kein Hirn zum einschalten, alles hohl. Viele Motorradfahrer sagen immer, es ist nur eine Minerheit. Das sehe ich anders. Hier stören sie alle , machen Lärm und gehen auf die Nerven. Ich kann der Minderheit nicht zustimmen. Hier ist es oft am Wochenende lauter als in der Woche und das nur weil es viele  von diesen Idioten gibt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Ralf Georg Brüll

Das ganze grenzt soch so langsam an eine Hexenjagd.2020

Irgendwo haben wir auch in unseren ach so wunderbaren gesetzen, das eine "Sippenhaft" nicht zulässig ist und darum wundert es mich, das diese unnötigen Diskussionen nicht endlich ein Ende finden.

Walter H.

Barbara S. schrieb am 21.06.2020 um 13:49

Fahrverbot für Motorräder

Die Herrschaften sollen sich bloss nicht aufregen. Sie sind selber Schuld , wenn sie zur Plage geworden sind. Bei uns ist es nicht aus zu halten. Sie donnern durch den Ort, kein Interesse an Lärmpegel und Geschwindigkeit. Ganze Scharen von diesen Heinis, die glauben man findet sie toll, wenn sie wie Affe auf dem Schleifstein sitzen, und die ganze Gegend stören. Hier findet sie keiner toll. Es wäre zu schön, wenn sie wenigstens an Wochenden und Feiertagen nicht mehr fahren dürfeten. Für uns sind sie wie eine Heuschreckenplage, füher war man gern im Garten, auf der Terasse am Wochende, jetzt bleibt man im Haus.  Die Kinder trauen sich nicht über die Staße, weil diese "hohlen Herren" um die Kurve geschossen kommen .Es ist nur  eine Frage der Zeit und es wird eine schlimmen Unfall geben. Diese Herren haben kein Hirn zum einschalten, alles hohl. Viele Motorradfahrer sagen immer, es ist nur eine Minerheit. Das sehe ich anders. Hier stören sie alle , machen Lärm und gehen auf die Nerven. Ich kann der Minderheit nicht zustimmen. Hier ist es oft am Wochenende lauter als in der Woche und das nur weil es viele  von diesen Idioten gibt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Tolles Niveau. Bravo. Wie kann man sowas für ernst nehmen. 

Dirk Saddig

Häberle & Pfleiderer schrieb am 31.05.2020 um 22:26

Leider sind es nicht wenige, sondern der überwiegende Teil der Motor Biker, welche jegliche Art von StVO ignorieren und sich einen Spaß daraus machen, so negativ wie möglich auf zufallen ** 

Traurig nur, dass die Vernünftigen darunter leiden müssen, ist aber auch bei den Radlern und Autofahrern (je mehr Auspuff Endrohre, desto mehr wird aufs Gaspedal getreten) so .... auch der Tag heute bestätigt dies, Biker an Biker in Horten sind sie wie ausgelassen ...ob das Kochertal entlang, oder die bevorzugten Straßen auf und über die Alb ***

Selbst wenn der Drehzahl Begrenzer schon jammert, wird hochgedreht was das Ding hergibt ...

Besserung nicht in Sicht, somit wird halt dann anderweitig reguliert *** 

Armes Deutschland. Aber SUV fahren und aufgemotzt Sportwagen mit 600PS sind besser? 

Dann eben Fahrverbot für alle. Dann bleiben einem die ganzen lärmenden Tagestouris an Nord und Ostsee erspart. 

specialone

Weber schrieb am 31.05.2020 um 14:44

Ich mag keine Hudehaufen am Wegrand und bin für ein Verbot zum Gassigehen am Samstag.

Ich erweitere das:

Ich mag Hunde aber nicht ihre Hundehaufen auf öffentlichen Wegen, die ich und andere begehen oder befahren. Schon gar nicht mag ich Hundehaufen auf Äckern und Wiesen, die der Nahrungserzeugung und der Erholung dienen. Deshalb bin ich für ein Gassigeh-Verbot an allen Tagen rund um die Uhr, zumindest aber samstags, sonntags und an Feiertagen.

Ich mag Pferde aber nicht ihren Kot auf den oben genannten Wegen, schon gar nicht auf Spazier- und Fahrradwegen. Deshalb bin ich für ein Ausrittverbot an allen Tagen rund um die Uhr, zumindest aber samstags, sonntags und an Feiertagen.

Zum Kinderlärm äußere ich mich lieber nicht. Ist ja angeblich kein Lärm und falls doch muss man ihn halt ertragen... auch sonntags, feiertags und überhaupt jederzeit und überall. Selbst in der eigenen Wohnung, wenn's in der Wohnung nebenan oder darunter oder darüber zugeht wie in einer Tagesstätte.

specialone

Bench-ii schrieb am 31.05.2020 um 18:34

Jetzt ist es sicher , Corona greift das Hirn an.

Könnte sein und sollte erforscht werden. Jedenfalls wieder mal ein Beispiel dafür, dass es ein Leben nach dem Hirntod gibt.

Klaus Eschenhorn

Barbara S. schrieb am 21.06.2020 um 13:49

Fahrverbot für Motorräder

Die Herrschaften sollen sich bloss nicht aufregen. Sie sind selber Schuld , wenn sie zur Plage geworden sind. Bei uns ist es nicht aus zu halten. Sie donnern durch den Ort, kein Interesse an Lärmpegel und Geschwindigkeit. Ganze Scharen von diesen Heinis, die glauben man findet sie toll, wenn sie wie Affe auf dem Schleifstein sitzen, und die ganze Gegend stören. Hier findet sie keiner toll. Es wäre zu schön, wenn sie wenigstens an Wochenden und Feiertagen nicht mehr fahren dürfeten. Für uns sind sie wie eine Heuschreckenplage, füher war man gern im Garten, auf der Terasse am Wochende, jetzt bleibt man im Haus.  Die Kinder trauen sich nicht über die Staße, weil diese "hohlen Herren" um die Kurve geschossen kommen .Es ist nur  eine Frage der Zeit und es wird eine schlimmen Unfall geben. Diese Herren haben kein Hirn zum einschalten, alles hohl. Viele Motorradfahrer sagen immer, es ist nur eine Minerheit. Das sehe ich anders. Hier stören sie alle , machen Lärm und gehen auf die Nerven. Ich kann der Minderheit nicht zustimmen. Hier ist es oft am Wochenende lauter als in der Woche und das nur weil es viele  von diesen Idioten gibt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Schön daß hier wirklich "sachlich" Argumentiert wird. Ich bin auch so ein hirnloser Heini (wie sie uns so schön nennen), bin inzwischen 69 Jahre alt und fahre meine Maschine um noch ein wenig in der Welt herumzukommen. Übrigens erreicht mein Motorrad (Ducati ST2, 20 Jahrealt), die vorgeschlagenen 80dB nicht. Aber ich verstehe nicht warum man jemanden IDIOT nennen muß, wenn er seinem Hobby nachgeht und an der frischen Luft einfach ein wenig Landschaft genießen will. So weit sind wir jetzt in Deutschland gekommen daß Mitmenschen beleidigt werden nur weil sie das falsche Hobby haben.

Ich wünsche Ihnen nichts Schlechtes, aber ein paar echte Heuschrecken für Ihren Garten wären schon nicht schlecht.

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