Mit dem Fahrrad sicher ans Ziel kommen

Die jüngste Novelle der StVO brachte auch für Radfahrer einige Änderungen mit sich.
  • In der Corona-Krise entdecken wieder mehr Menschen das Fahrrad. Foto: pixabay.com/zhivko/mid/ak

Sobald der milde Frühling Einzug hält, kommen selbst Fahrrad-Muffel auf den Geschmack. Wer mit dem Rad unterwegs ist, sollte aber bestimmte Regeln kennen. Grundvoraussetzung: Das Fahrrad muss verkehrstauglich sein. Ein Muss sind deshalb zwei voneinander unabhängig funktionierende Bremsen, Vorder- und Rücklicht, Reflektoren an Pedalen und Speichen oder den Reifen sowie eine funktionierende Klingel.

Wer auf dem Radweg fährt, darf diesen nur dann in der entgegengesetzten Richtung befahren, wenn der Radweg explizit für beide Richtungen freigegeben ist. Hinzu kommt: An Zebrastreifen müssen Autofahrer Radfahrern nur Vorfahrt gewähren, wenn sie absteigen und das Fahrrad schieben. Und Einbahnstraßen dürfen nur entgegen der Fahrtrichtung befahren werden, wenn das ein Zusatzschild anzeigt. Gut zu wissen: In der Straßenverkehrsordnung (StVO) gibt es 2020 wichtige Änderungen für mehr Sicherheit im Radverkehr. So müssen Autos beim Überholen innerorts mindestens einen Abstand von 1,5 Metern, außerorts von 2 Metern halten. Außerdem dürfen Fahrzeuge über 3,5 Tonnen innerorts nur noch mit Schrittgeschwindigkeit rechts abbiegen.

Betrunken auf dem Fahrrad radeln? Das ist eine gefährliche Idee. Denn auch betrunkene Radler und Fußgänger müssen mit Folgen rechnen, warnen ADAC und die Deutsche Verkehrswacht (DVW). Wer auf dem Rad mit 1,6 Promille und mehr erwischt wird, begeht eine Straftat. Das zieht einen Entzug der Fahrerlaubnis sowie Strafe in Höhe von oftmals 30 Tagessätzen nach sich.

Außerdem werden zwei Punkte in Flensburg und eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) fällig.
     Für Fußgänger gibt es keine Alkoholgrenze.

Aber verhalten sich stark betrunkene Fußgänger auffällig oder verkehrsgefährdend und werden deswegen kontrolliert, können auch sie den Führerschein verlieren, wenn Alkoholabhängigkeit oder Missbrauch vorliege, so der ADAC.

© Schwäbische Post 02.06.2020 20:15
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