Ausgerechnet eine Banane

  • So sieht eine Banane im Büro aus, wenn die Besitzerin derselben länger im Homeoffice weilt. Foto: Thomas Veitinger
Jetzt mal bitte scharf nachdenken: Haben Sie, als Ende März die Corona-Einschränkungen begannen, Ihr Büro Hals über Kopf verlassen? Und dabei vielleicht etwas Wichtiges vergessen, zum Beispiel das Licht auszumachen oder die Heizung abzustellen? Das wäre schlecht. Aber es ist nichts im Vergleich zu dem Malheur, das der Schottin Mhairi-Louise Brennan passierte. Nach neun Wochen im Homeoffice fiel ihr plötzlich ein, dass sie in ihrer Büroschublade etwas liegen gelassen hatte: eine Banane.

Hatte die in der Zwischenzeit jemand gegessen oder entsorgt? Aber wer? Es arbeiten ja alle von zu Hause aus. Als ihr die Ungewissheit keine Ruhe ließ, fuhr sie zu ihrer Arbeitsstätte. Dort fand sie „ein glitschiges Etwas, umgeben von Fruchtfliegen und Maden“ vor, wie sie später in einem Tweet schrieb. Immerhin: Die Frau aus Glasgow reinigte die Schublade, und warf das verdorbene Obst in einen Müllcontainer. Die Kollegen werden es ihr danken.

Trotzdem ist es schade, dass das Ganze so ausging. Denn eigentlich sind Matschbananen gut zu gebrauchen. Man kann aus ihnen prima Bananenbrot machen; nur anscheinend nicht mehr nach neun Wochen. Außerdem geben sie eine herrliche Filmrequisite ab. Vor allem jedoch kann man sie weiter reifen lassen und der Wissenschaft als Forschungsobjekt zur Verfügung stellen. Virologen würden sich über ein solches Geschenk sicher freuen. Michael Gabel
© Südwest Presse 05.06.2020 07:45
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