EU Roaming Gebühren

Zum geschäftlichen Treffen in London, bei einer Trekkingtour durch Thailand oder im Wellnessurlaub in Österreich: Moderne Smartphones erweisen sich dank ihres vielfältigen Funktionsumfangs auf Reisen als praktische Helfer. Dennoch gibt es, wenn es um die Handynutzung im Ausland geht, einiges zu beachten. Der nachfolgende Überblick verrät, woran Urlauber in Bezug auf ihr Smartphone denken sollten.

Ausländische SIM-Karte als günstige Alternative gebrauchen

Gemäß der auf bitkom.org publizierten Umfrage reist ein Großteil der Deutschen mit dem Smartphone. Ganze 76 Prozent der Befragten nehmen ihr Handy auf einer kurzen oder längeren Reise mit. Viele nutzen die hochentwickelten Endgeräte, um während des Aufenthalts Fotos zu schießen oder Erlebnisse in den sozialen Netzwerken zu teilen.

Dennoch können viele Urlaubsreife auch nicht darauf verzichten, ein ums andere Mal Zuhause anzurufen. Gerade bei längeren Gesprächen oder einem mehrwöchigen Auslandsaufenthalt kann es sinnvoll sein, sich eine SIM-Karte eines landestypischen Anbieters zuzulegen. Wer ein gutes Angebot entdeckt, zahlt für viele Gigabyte Datenvolumen oft nur wenige Euro. Eine andere denkbare Alternative besteht darin, ein Handy mit Dual-SIM-Funktion zu nutzen. Von dieser bequemen Lösung profitieren Geschäftsreisende, die mit einem Smartphone beruflich und privat erreichbar sein möchten, besonders.

Nachteilig wirkt sich bei einer weiteren SIM-Karte die neue Nummer aus, die an alle wichtigen Kontakte weiterzugeben ist. Wichtig ist für Verbraucher ebenfalls, gültige Roaming-Tarife mit den fälligen Gebühren der ausländischen Prepaid-Karte zu vergleichen. Auf diese Weise fallen etwaige Kostenfallen bereits auf, ehe die entsprechende Vereinbarung zustande kommt. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Karte bei einem Händler vor Ort zu erwerben. Die allgemeine Laufzeit beträgt – abhängig vom Anbieter – rund 30 Tage.

Technik mit Schutzhüllen vor Klimaumschwüngen schützen

In aller Regel handelt es sich bei neuartigen Smartphones um sehr robuste High-End-Geräte. Dennoch sind moderne IPhones mit Zubehör oder die neusten Samsung-Abkömmlinge nicht mit allen Wassern gewaschen. Abhängig von den klimatischen Bedingungen vor Ort vertragen die Smartphones nicht jedes Wetter. Es ist also durchaus sinnvoll, das auf Raten abzahlbare Handy von handyratenkauf.com im Urlaub vor Schäden zu bewahren.

Wer ein technisch hochwertiges Gerät auf Raten abzahlt, muss noch mehr auf die Unversehrtheit des Handys achten. Widerstandsfähige Schutzhüllen können bei diesem Anliegen eine gute Hilfe sein. Spezielle Hardcases oder weiche Folien halten Regen, Sand und Schnee vom Gerät fern. Skeptische Urlauber können mit einem Trick überprüfen, ob die Hülle wasserdicht beschaffen ist: Ein in die Hülle gestecktes Löschpapier verrät, ob Feuchtigkeit in das Smartphone eindringen kann oder nicht.

Auch unter der prallen Sonne ist Vorsicht geboten. Extreme Hitze kann das Gerät beschädigen, weshalb es ungeschützt weder auf dem Armaturenbrett noch am Strand liegen sollte. Ein überhitztes Gerät schaltet sich für gewöhnlich automatisch ab. Spätestens dieser Vorgang ist ein unmissverständliches Signal, das Handy schnellstmöglich von der Sonne fernzuhalten.

Nützliche technische Gadgets mitführen

Die meisten Smartphones lassen sich einfach mit einem weltweit identischen USB-Kabel aufladen. Soweit, so gut? Problematisch ist der Fakt, dass die in Deutschland gängigen Stecker nicht in jede Steckdose hineinpassen. Wer einmal um die Welt reist oder langfristig im Ausland verweilt, sollte sich deshalb einen Universal-Adapter zulegen. Als praktisches Smartphone-Zubehör deckt dieser Adapter mehrere unterschiedliche Steckdosenarten ab.

Backpacker hingegen sollten auf eine leistungsstarke, komfortabel im Rucksack verstaubare Powerbank vertrauen. Dieses moderne Gadget sollte idealerweise auch leichtgewichtig beschaffen sein. Damit gehen Reisende auf Nummer sicher, dass die Fluggesellschaften das Gerät nicht wegen erhöhter Brandgefahr beanstanden. Zudem reduziert eine leichte Powerbank das Gewicht des mitzuführenden Gepäcks.

Ein weiteres Gadget, das unbedingt im Koffer Platz finden sollte, ist ein Kartenschneider. Mithilfe des SIM-Cutters lässt sich eine zu große Prepaid-Karte gefahrlos zuschneiden. Wer so etwas nicht im Gepäck mitführt, greift alternativ auf Schere und Schablone zurück. Allerdings fällt das Risiko eines falschen Zuschnittes mit einem Kartenschneider deutlich geringer aus.

Kartenmaterial online abspeichern

Wer in der unberührten Natur unterwegs ist, hat vielerorts keinerlei WLAN-Empfang. Damit fällt es schwer, nützliche Karten zum Navigieren zu nutzen. Um zweifelsfrei dennoch den richtigen Weg zu finden, macht es Sinn, die Karten vorab herunterzuladen. Google und viele andere Anbieter stellen festgelegte freie Kartenbereiche als Offline-Version bereit. Zusätzlich dazu bieten lokale Touristenzentren oftmals mobile Karten inklusive hilfreicher Tipps an.

Daten aktualisieren und sichern

Laut einer auf bvdw.org veröffentlichten Studie nutzt jeder Dritte Urlauber sein Smartphone deutlich weniger als Zuhause. Nur wenige gehen dabei jedoch so weit, komplett auf das Mobilfunkgerät zu verzichten. Selbst bei geringer Nutzung ist es sinnvoll, im Ausland keinen übermäßigen Datenverbrauch anzustreben.

Stattdessen lohnt es sich, das Smartphone vor der Abreise komplett auf den neusten Stand zu setzen. Das bedeutet, alle wichtigen Updates und Aktualisierungen vorzunehmen. Android ermöglicht dies bei den Einstellungen unter dem Menüpunkt „Systemupdates“. Wer Apps und Spiele aktualisieren möchte, nutzt im Google Play Store den Unterpunkt „Meine Apps und Spiele“. Auf dem iPhone lässt sich ebenso ein entsprechender Menüpunkt namens „Softwareupdates“ bzw. „Updates“ im AppStore nutzen. Weiterhin kann es sich lohnen, kurz vor der Abreise ein Backup zu erstellen. Sollte das Telefon im Urlaub abhandenkommen, bleiben wertvolle persönliche Daten dennoch gesichert erhalten.

Smartphone auf Reisen vor Diebstahl schützen

Ein modernes Handy nützt wenig, wenn es auf der Urlaubsreise entwendet wird. Umso wichtiger ist es, das neue Smartphone mit einigen Vorsichtsmaßnahmen vor Diebstahl zu bewahren. Eine wichtige Regel lautet, das Telefon nicht in der Gesäßtasche für Langfinger zugänglich zu machen. Ferner sollte das eigene Gerät niemals einem Fremden überlassen werden – nicht einmal Personen, die unter einem Vorwand Mitreisende fotografieren wollen.

Sollte das Gerät doch entwendet werden, gilt es, zumindest die Daten zuverlässig zu schützen. Dies lässt sich etwa mit einem voreingestellten Code, dem eigenen Fingerabdruck oder einem Muster bewerkstelligen. Damit alle wichtigen Nummern trotzdem nicht verloren gehen, ist es sinnvoll, diese vorher aufzuschreiben. Auch die auf pruefziffernberechnung.de erläuterte IMEI („International Mobile Equipment Identity“) sollte vorher notiert werden, um das Handy notfalls zu sperren.

Übersetzungsapp installieren

Selbst Sprachtalenten fehlen gelegentlich die richtigen Worte. Damit die Verständigung im fremden Land trotzdem gelingt, ist eine Übersetzungshilfe angebracht. In Form einer App lässt sich diese vorab installieren und auch offline anwenden. Leistungsstarke Apps von Google oder Microsoft bieten in mehr als 50 verschiedenen Sprachen Übersetzungen an.

Abbildung 1 (l.): Pixabay.com © free-photos (CC0 Creative Commons)
Abbildung 2 (r.): Pixabay.com © free-photos (CC0 Creative Commons)

© Schwäbische Post 05.06.2020 14:48
1078 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.

Anmeldung zum E-Mail-Newsletter aus der Redaktion

Die wichtigsten und interessantesten Meldungen des aktuellen Tages aus der Redaktion direkt in Ihr E-Mail-Postfach – täglich und kostenlos jeden Abend.

Jetzt kostenlos anmelden

Aktuelle Meldungen direkt auf Ihr Handy