Querpass

„Freiburg in Schwaben“

  • über Badener, die auch als solche bezeichnet werden wollen Carsten Muth Foto: Volkmar Könneke
Au Backe! Da hat sich der TV-Sender Sky aber ein extra großes Fettnäpfchen ausgesucht.Vermeldete am Freitagvormittag der frei empfangbare Kanal Sky Sport News HD doch tatsächlich, dass die „Schwaben“ des Bundesligisten SC Freiburg am Abend gegen Borussia Mönchengladbach spielen und in dieser Begegnung auf Verteidiger Manuel Gulde verzichten müssen. Wie? Was? Wo? Schwaben? Der Breisgau befindet sich in Württemberg? Hatten wir so noch nicht gewusst. Der SC Freiburg auch noch nicht. Nun, die Reaktion aus dem tiefen Südwesten der Republik ließ nicht lange auf sich warten.

Klar, dass der aus tiefster Überzeugung badische Verein die Zuschreibung nicht auf sich sitzen lassen wollte. Zu groß und zu traditionell ist Rivalität zu den Schwaben und zu gerne lebt man diese aus. Auf Twitter kommentierte der Sportclub die Angelegenheit kurz, knapp und deutlich: „Das tut weh“, schrieben die Badener.

Das saß. Sky räumte den Fauxpas umgehend ein. Man twitterte zurück, schmiss sich verschämt in den Staub, ließ die Badener wissen: „Oh weia! Dickes Sorry in den Breisgau!“

Der Sport-Club reagierte sportlich und am Ende dann doch gelassen und souverän. Man nahm die Entschuldigung der TV-Leute an, die Sache war damit aus der Welt. Alles ist gut, liebe TV-Leute, befanden die Freiburger: „Fehler passieren. Aber bei ,Schwaben‘ mussten wir einfach intervenieren.“
© Südwest Presse 06.06.2020 07:45
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