Werner kurz vor Abschied aus Leipzig

Der Stürmer soll vor dem Wechsel zum FC Chelsea stehen. Der Ablöse soll rund 60 Millionen Euro betragen.
  • Timo Werner steht bei RB Leipzig vor dem Absprung. Foto: Jan Woitas/dpa
Es geht nur noch um Details, dann unterschreibt Timo Werner einen hoch dotierten Vertrag beim FC Chelsea. RB Leipzig will sich (noch) nicht zum großen Verlust äußern, doch hinter den Kulissen verhandelt Sportdirektor Markus Krösche den Deal für den sächsischen Fußball-Bundesligisten. Der Wechsel des 24-Jährigen, der noch bis 2023 unter Vertrag bei RB steht, bringt Leipzig rund 60 Millionen Euro.

Beim FC Chelsea soll Werner das neue Gesicht im Team von Trainer und Club-Idol Frank Lampard werden. Die Anerkennung des ehemaligen Mittelfeldspielers für Werner spielte bei der Entscheidung eine tragende Rolle. Bereits im vergangenen Monat hatte Werner erklärt, dass ihn ein Wechsel ins Ausland besonders interessiere und es spiele „auch eine Rolle, dass die gegenseitige Wertschätzung maximal da sein müsste“. Beim FC Liverpool unter Jürgen Klopp hätte der Torjäger keine Einsatzgarantien wie jetzt noch unter Julian Nagelsmann. In London soll der gebürtige Schwabe deutlich mehr Geld verdienen. Mit dem Fünfjahresvertrag soll Deutschlands Nationalstürmer pro Jahr mehr als zehn Millionen Euro kassieren, berichtete die „Bild“-Zeitung.

Bremens Rashica als Ersatz?

Für RB heißt es nun: Ersatz besorgen, auch wenn Top-Torjäger Werner kaum zu ersetzen ist. Sportdirektor Krösche muss an der Weiterverpflichtung von Patrik Schick arbeiten, der von der AS Rom bisher nur ausgeliehen ist. Aktuell kann der Tscheche per Option für 29 Millionen Euro geholt werden. Krösche will aber die Ablöse senken. Sollte die Saison in Italien nicht zu Ende gespielt werden und die Roma auf Einnahmen angewiesen sein, dürfte Verhandlungsspielraum da sein.

Auf Zeit spielen wird RB im Fall des Bremer Stürmers Milot Rashica. Die Sachsen wollen die Ausstiegsklausel in Höhe von 38 Millionen Euro wohl nicht bezahlen. Sollte Werder absteigen, wäre der Kosovo-Albaner preiswerter zu haben. Grundsätzliches Interesse von RB ist weiter da. dpa
© Südwest Presse 06.06.2020 07:45
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