Querpass

Charles allein zu Haus

  • über ungeahnte Pannen während der Formel-1-Pause Christian Kern Foto: Christian Kern
Au weia, Charles Leclerc. Das gibt Ärger! Der Formel-1-Fahrer hat sich einen Beziehungs-Faupax geleistet. Der 22-Jährige ließ seine Geliebte Charlotte Siné 25 Minuten vor der Haustüre warten. Blöd: Er überhörte ihre Anrufe, weil er ein Rallye-Spiel zockte. Noch blöder: Seine Fans bekamen das Missgeschick in Echtzeit mit. Leclerc übertrug die virtuelle Raserei auf der Streamingplattform Twitch. Der Monegasse plauderte entspannt, während Siné wartete und wartete und wartete. Am Schluss war die 20-Jährige so verzweifelt, dass sie auf der Seite ein Abonnement abschloss, um ihrem Liebsten im Live-Chat zu schreiben. Als der Rennfahrer die Nachricht bemerkte, stieß er einen erschreckten Schrei aus.

Dabei hatte Leclerc noch Glück! Er konnte das Spiel pausieren und zur Haustür eilen. Man stelle sich vor, ihm wäre mitten im echten Rennen aufgefallen, dass er den Jahrestag vergessen hätte. Ein spontaner Blumen-und Pralinen-Boxenstopp an der nächsten Tankstelle wäre nur schwer umsetzbar. Aber so ist Leclercs Lapsus eine Chance für seinen Arbeitgeber Ferrari. Der Rennstall hat bestimmt erkannt: Wenn die Freundin sauer ist, reagiert Leclerc blitzschnell. Warum also nicht Siné als Motivationscoach vor den Rennen anstellen? Mit Sätzen wie: „Wenn du in zwei Stunden nicht zuhause bist, gibt es Ärger.“ Denn je schneller Leclerc einen Grand Prix absolviert, desto erfolgreicher ist er. Zumindest auf der Strecke.
© Südwest Presse 12.06.2020 07:45
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