Lesermeinung

Zum SchwäPo-Artikel „25 Meter hoher Mobilfunkmast macht dem Funkschatten den Garaus“ vom 28. Mai:

Da steht er nun, der Schandfleck, der den Albtrauf und Essingen verunstaltet. 25 Meter hoch mit Antennenaufnahme-Plattform (...). Dies bedeutet, dass sich der stärkere Befeldungs- und Strahlenbelastungsbereich (im Vergleich zum bisherigen) deutlich vergrößert. Den Standort als gute Lösung zu bezeichnen, ist banal. Die Telekom hat von Anfang an diesen Standort priorisiert und jeden besser geeigneten abgelehnt. So auch den Standort beim Prinzeck mit dem Argument, es könnten im Überschneidungsbereich mit dem Aalener Funkfeld Störungen auftreten. Aber von der Oberburg aus besteht seltsamerweise keine Gefahr, deshalb der ideale Standort laut Gutachten.

Über die in der Gemeinderatssitzung am 25.10.19 von mir vorgebrachten Bedenken zu Lärmbelästigung, möglichen Beschädigungen durch Schnee und Eisbruch im Winter, Blitzschlaggefahr, Verunreinigung durch Vogelkot, wurden keine Informationen über Ergebnisse der zugesagten Prüfung veröffentlicht (...). Mit der Aussage von Essingens Bürgermeister Hofer „Wir haben, um einen größeren Abstand zu den Wohnhäusern zu erhalten, den Turm um 10 Meter weiter nach Süden versetzt“ werden die Bürger für dumm verkauft. 10 Meter weiter nördlich ist der Hohlraum vom alten Wasserreservoir, da kann man keinen Turm bauen.

Die Frage ist, warum keine Berichterstattung über die Baugenehmigung veröffentlicht wurde? Der Gemeinderat hat in nicht öffentlicher Sitzung zu dem Baugesuch vermutlich wegen bereits entstandener Investitionen (...) die Zustimmung erteilt. War die Angst so groß, dass doch noch ein rechtzeitiges Anwohnerveto das Projekt gefährden wird? Mit finanziellem Einsatz (...) wäre dies laut Fachmann möglich gewesen. (...) Das Verhalten der Gemeindeverwaltung und des Vorsitzenden (...) den Anwohnern gegenüber war (...) unehrlich (...). Bürgernähe sieht anders aus. Diese negative Erfahrung haben Essinger in den letzten Jahren bei anderen Großprojekten (...) immer wieder gemacht.

Anwohner (...) kämpfen gegen ihre Krebserkrankung (...). Die Frage, ob die Strahlenbelastung daran schuld ist, bleibt unbeantwortet. (...)

© Schwäbische Post 12.06.2020 19:30
721 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.

Anmeldung zum E-Mail-Newsletter aus der Redaktion

Die wichtigsten und interessantesten Meldungen des aktuellen Tages aus der Redaktion direkt in Ihr E-Mail-Postfach – täglich und kostenlos jeden Abend.

Jetzt kostenlos anmelden

Aktuelle Meldungen direkt auf Ihr Handy