Zur "Genfer Vereinbarung"

Zum Film "Paradise now" und zur Diskussion der PH-Studenten mit dem Produzenten des Films, Meixner, im Turm-Theater:
"Die von der Schweiz unterstützte und am 1. Dezember 2003 in Genf der Weltöffentlichkeit vorgestellte 'Genfer Vereinbarung' stieß auf breite Zustimmung in der Bevölkerung. Die Umsetzung des ausführlichen Entwurfs eines endgültigen Friedensvertrages hätte zur Beendigung der israelisch-palästinensischen Konflikte geführt. Gegen die Initiatoren dieser Friedensvereinbarung wurde eine Kampagne koordiniert, die zum Scheitern führte. Israel ist Besatzungsmacht. Solange es die Besatzung gibt, wird es Terror geben. Die Sperren und Kontrollen in den gesamten palästinensischen Gebieten verhindern den Aus- und Eingang von Arbeitern, den Waren- und Kapitalfluss. Die Bewegungseinschränkungen innerhalb der Gebiete unterbinden den Verkehr zwischen Dörfern und Städten. Tausende Palästinenser leben unterhalb der Armutsgrenze und sind vom Hungertod bedroht.
Die grundlegenden Säulen der Zivilisation, das Leben so lange wie möglich zu bewahren, wird durch die Selbstmordattentäter zerstört. Der Glaube an den Sinn und Zweck des Terrors muss verloren gehen, wenn als Folge Militäraktionen der Israelis zur Zerstörung von Häusern und Planierung von landwirtschaftlichen Flächen führt. Die Lebensbedingungen der Palästinenser verschlechtern sich dadurch und grenzen sie vom israelischen Arbeitsmarkt ab.
Die 'Genfer Vereinbarung' verdient es, von den Regierungen beider Seiten aufgegriffen zu werden. Die Sehnsucht nach einem dauerhaften Frieden ist in den Bevölkerungen stark verankert. Es darf nicht sein, dass das Alltagsleben der Israeli von der Atmosphäre des Terrors geprägt bleibt."
Alfred Rupprecht, Leinzell
© Schwäbische Post 09.12.2005 00:00
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