Indiana Jones in Echt

  • Pith-Helm.Schatzkarte Foto: Grafik: Nataliia Natykach
Wie wird man Millionär? Indem man wirklich sehr, sehr viel arbeitet – oder einen gut bezahlten Job hat. Indem man erbt oder im Lotto gewinnt. Naja, oder man gewinnt bei „Wer wird Millionär?“ All diese Möglichkeiten waren nichts für einen Mann, der sich auf den Weg in die Rocky Mountains machte. Seine Mission: einen Eine-Million-Dollar-Schatz finden.

Das klingt ein bisschen nach Indiana Jones oder dem Piraten Jack Sparrow aus „Fluch der Karibik“? Das klingt nicht nur so. Das ist auch so. Diese moderne Schatzsuche – ganz ohne Film allerdings – hat sich der 89-jährige Forrest Fenn ausgedacht. Der Amerikaner versteckte vor zehn Jahren eine Truhe mit Diamanten, Smaragden und Gold in den Rocky Mountains. Den Schatzsuchenden gab er Hinweise, wo sie die Truhe finden könnten. 350 000 Menschen beteiligten sich, nun hat ein Indiana Jones den Schatz gefunden.

Wo würde es in Deutschland ein so gutes Versteck geben? Ließe sich die Truhe auf einer Alm in den Alpen verstecken? Schwierig – zu viele Touristen. Ließe sich der Schatz im Bodensee versenken? Nein – zu viele Taucher. Wie wäre es mit einem Rapsfeld in Brandenburg oder einem Touri-Ort wie auf dem Fernsehturm in Berlin? Das wäre vielleicht so offensichtlich, dass der Schatz sicher wäre. Wer auch immer die Schatzsuche hierzulande probiert, muss ganz schön kreativ sein, um ein Zehn-Jahresevent daraus zu veranstalten. Dorothee Torebko
© Südwest Presse 15.06.2020 07:45
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