Rückschlag für die Münchner

Der FC Bayern muss unerwartete Niederlage gegen Oldenburg hinnehmen. Ratiopharm Ulm jubelt über den vierten Sieg im vierten Final-Turnierspiel.
  • Oldenburgs Routinier Rickey Paulding schenkte Bayern etliche Punkte ein. Foto: Ulf Duda
Titelverteidiger Bayern München hat kurz vor der entscheidenden Phase des Finalturniers der Basketball-Bundesliga (BBL) einen herben Rückschlag kassiert. Die Mannschaft von Trainer Oliver Kostic verlor das abschließende Gruppenspiel gegen die EWE Baskets Oldenburg im heimischen Audi-Dome 81:89 (44:42) und muss sich mit dem dritten Platz in Gruppe A begnügen. Oldenburg schließt die Gruppenphase als Zweiter ab.

Die Münchner, für die es nach der Auftaktpleite die zweite Niederlage war, treffen im Viertelfinale auf Alba Berlin oder die MHP Riesen Ludwigsburg. Die beiden Teams aus Gruppe B sind bis dato ohne Niederlage und untermauerten vor ihrem Aufeinandertreffen an diesem Montag (20.30 Uhr/MagentaSport) ihre Rolle als Mitfavoriten. Oldenburg geht den Topteams der anderen Gruppe aus dem Weg.

In der engen Partie lagen die Bayern lange vorne, gaben ihre Führung zum Ende des dritten Viertels allerdings aus der Hand. Im Schlussviertel nutzte Oldenburg die Verunsicherung des Gegners gnadenlos aus. Erfolgreichster Werfer für Oldenburg war Nathan Boothe mit 17 Punkten.

Der Ausgangsposition vor den Finalspielen wollte FCB-Sportdirektor Daniele Baiesi, der Alba und Ratiopharm Ulm zu den Mitfavoriten zählt, keine zu große Bedeutung beimessen. „Du musst jeden schlagen, es macht keinen großen Unterschied. Alle Mannschaften in der anderen Gruppe sind gut“, sagte er in der Halbzeit bei Magenta-Sport.

In Gruppe A gewann davor Ratiopharm Ulm auch sein viertes und letztes Vorrundenspiel. In der sportlich bedeutungslosen Partie gegen die BG Göttingen setzte sich die Mannschaft von Trainer Jaka Lakovic mit 89:66 (39:33) durch und schloss die Gruppe mit weißer Weste ab. Im dritten Viertel drehten die Ulmer Korbjäger ordentlich auf: mit den ersten beiden Würfen gingen sie das erste Mal zweistellig in Führung (44:33) und bauten diese bis auf 20 Zähler aus. Mit einem Strohfeuer verkürzte Göttingen innerhalb von drei Minuten auf 52:63 (30.). Dann aber ließen die Ulmer einfach nichts mehr anbrennen.

Der Gegner der Ulmer im Play-off-Viertelfinale wird ebenfalls an diesem Montag. Bester Werfer der Ulmer war Thomas Klepeisz mit 16 Punkten. Aufseiten der Göttinger, die bereits als Gruppenvierter festgestanden hatten und im Viertelfinale stehen, war Alex Ruoff mit 18 Zählern der Topscorer. dpa
© Südwest Presse 15.06.2020 07:45
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