Vom Deppen zum Helden in einer Woche

Nach dem 1:0-Sieg bei Mainz 05 muss der FC Augsburg nicht mehr an einen Bundesliga-Abstieg denken.
Augsburgs Torhüter Andreas Luthe fiel beim Schlusspfiff dem verdutzten Schiedsrichter Marco Fritz um den Hals, auf der Gegenseite sanken die Mainz-Profis völlig enttäuscht auf den Rasen: Mit einem hart erkämpften 1:0 (1:0) im Kellerduell hat sich der FCA nahezu aller Abstiegssorgen entledigt, die 05er hingegen müssen nach der bitteren Pleite mehr denn je um den Klassenerhalt zittern.

„Letzte Woche war ich noch der Depp, diese Woche bin ich der Held“, sagte Matchwinner Florian Niederlechner, der nach 43 Sekunden das Tor des Tages erzielte. Der FCA-Stürmer hatte eine Woche zuvor beim 1:1 gegen den 1. FC Köln noch einen Elfmeter verschossen. Der Sieg gegen Mainz versöhnte nun auch ihn angesichts von sieben Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Für die Mainzer wird es dagegen immer enger, nur drei Zähler liegen die Rheinhessen vor der bedrohlichen Zone. Diesmal verhinderte die verschlafene Anfangsphase den erhofften Befreiungsschlag. „So ein schneller Nackenschlag schockt erstmal“, sagte der Mainzer Karim Onisiwo.

Eine Schrecksekunde gab es gleich zu Beginn: Nach einem bösen Zusammenstoß im Kopfballduell mit FCA-Verteidiger Uduokhai (17.) blieb der Mainzer Angreifer Taiwo Awoniyi reglos liegen und musste mit Halskrause vom Platz getragen werden. Die 05er teilten mit, dass sich der Nigerianer eine schwere Gehirnerschütterung zugezogen hat. sid
© Südwest Presse 15.06.2020 07:45
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