Kommentar Carsten Muth über Jubel in Stuttgart und Heidenheim

Respekt, VfB und FCH

  • Carsten Muth. Foto: Volkmar Könneke
Gut möglich, dass Baden-Württemberg in der kommenden Saison neben dem SC Freiburg und der TSG Hoffenheim zwei weitere Fußball-Bundesligisten beheimatet: den VfB Stuttgart und – siehe da – den Underdog 1. FC Heidenheim.

Der VfB Stuttgart darf und wird sich nach dem 6:0 in Nürnberg Platz zwei und damit die direkte Rückkehr ins Fußball-Oberhaus nicht mehr nehmen lassen. Nach einer wechselhaften Saison, einer Trainerentlassung, vielen Aufs und Abs hat der VfB in der entscheidenden Phase die Kurve bekommen – und viele Kritiker Lügen gestraft, die das Team nach der Pleite vor wenigen Tagen im Derby beim KSC schon aufgeben hatten. Chapeau.

Und der 1. FC Heidenheim? Spielt gemessen an den finanziellen Rahmenbedingungen vor Ort mal wieder eine grandiose Zweitliga-Runde. Der FCH steht einen Spieltag vor dem Ende der regulären Spielzeit auf Platz drei – rangiert damit vor dem großen HSV. Das alleine schon ist schier unglaublich und verdient Respekt.

In dieser Saison könnte dem FCH das ganz große Ding gelingen. Die Mannschaft von Trainer-Fuchs Frank Schmidt hätte den Aufstieg in die Bundesliga – es wäre der erste in der Vereinsgeschichte – absolut verdient. Wer einen solchen Willen besitzt und einen derartigen Glauben an die eigene Leistungsfähigkeit, wer mit solcher Leidenschaft Fußball spielt und auch nach Rückschlägen nicht locker lässt, dem ist alles zuzutrauen. Das hat der Heidenheimer Last-Minute-Erfolg gegen Hamburg gezeigt.
© Südwest Presse 22.06.2020 07:45
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